Zeitenwende
Es torkelt der tag
mit letztem aufbäumen
kann nicht verhindern,
das dunkelheit kommt.
Seufzend quält sich
wind durchs land
werd füllen mir
das leere glas
im flüchtend licht
voll genuss versinken
Das leben flieht
aus nebelland
in den wein
versteckt in flaschen
wandelt sich dort
zum abendrot
um letztlich freude
mir zu machen
Weiss breiten sich
bald schleier aus
benetzen bäume, sträucher,
auch zweige zart
raureif erprobt
schon rebellion
zum hohen lob
der heiligen figuren
Wird enden bald
ergraute zeit –
kreuzzug meiner seele –
stürz mich dann
mit silbrig glanz
ins goldene elysium
hoffnungsvolles neue jahr
um hemmungslos
fast gierig dann
mich firmamenten
aufleuchtend zu ergeben
© ths 11 / 2019