Fantasy & Horror
Middle Ages - Kapitel 4

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"Middle Ages - Kapitel 4"
Veröffentlicht am 08. Mai 2013, 12 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Middle Ages - Kapitel 4

Middle Ages - Kapitel 4

Beschreibung

Was wärst du für deine grösste Liebe zu tun bereit?

Die jüngere Prinzessin wartete vor dem Raum auf Phye, fragte: "Wurdest du bestraft?"
Phye lächelte: "Ich werde Tag und Nacht unter Beobachtung stehen, aber dies ist nichts neues." In Gedanken überlegte die Königstochter schon wie sie unbemerkt entwischen konnte, um noch einmal zu ihrer Lehrmeisterin zu fliehen damit diese sich keine Sorgen machen würde, wenn die Prinzessin die schäbige Hütte in den nächsten Tagen nicht würde besuchen kommen.
Ihre Schwester fragte die grössere: "Du willst wieder zu ihr?"
Phye nickte: "Ich werde die nächste Zeit nicht zu ihr gehen können."
Deranta lächelte: "Ich werde zu ihr gehen. Papa würde sowieso nich denken dass ich ohne dich irgendwo hingehe."
Phye schüttelte den Kopf: "Wenn er das herausfindet..."
Deranta setzte sich seufzend auf das Bett, da sie schon im Zimmer angekommen waren: "Keine Angst. Es wird nichts schlimmes passieren."
Phye schüttelte den Kopf: "Ich wünschte mir ich wäre keine Frau. Es ist so schwer."
Deranta zog ihre Schwester zu sich und meinte: "Vielleicht werden eines Tages auch die Frauen die magischen Künste beherrschen dürfen."
Phye sah sie sarkastisch an: "Niemals. Ich bräuchte jedoch einen Platz um zu üben. Und diesen zu finden wird mühsam."
Deranta fragte: "Wieso übst du nicht hier, Phye?"
"Der Raum wird überwacht, dessen bin ich mir sicher", Phye zog sich ihr Nachtkleid an und legte sich in das Bett, sie wünschte eine gute Nacht und schlief bald schon ein. 

Sie wachte verschlafen auf, drehte sich um und stand auf. Die Prinzessin sah sich in deren Zimmer um und kleidete sich ein. Sie stiess die Türe des Zimmers ihrer kleinen Schwester auf, sah sich erschrocken um. Sie befand sich nicht dort. Sie fragte die Wache, welche gerade den Gang entlangschritt: "Wo ist Deranta?"
Die Wache verbeugte sich und antwortete, mit den Kopf noch auf Kniehöhe; "Die Prinzessin sollte sich in ihrem Zimmer befinden."
Phye zischte: "Sie ist nicht da!" Die Wache schnellte hoch und sah in das Zimmer. Als sie sich vergewissert hatte dass das Kind wirklich nicht da war, lief sie zu einer anderen Wache, aber bevor der Mann etwas sagen konnte rief Phye: "Oh, tut mir leid. Sie ist im königlichen Hof. Es tut mir leid dich erschreckt zu haben." Sie lief davon und eilte so schnell sie konnte, ohne gesehen zu werden, der Hütte Madge's entgegen. Deranta kam ihr auf halber Strecke entgegen und Phye murmelte: "Wieso hast du mir nicht bescheid gesagt?"
Deranta antwortete ihr: "Ich wollte dich nicht wecken." 
Gerade in diesem Moment tauchte eine Wache hinter Deranta auf: "Guten Morgen, meine Prinzessinnen. Ich möchte sie nun zurück zum Schloss begleiten."
Phye nickte überrascht, mit grossen Augen: "Natürlich. Das wäre sehr nett."
Die Wache begleitete sie zum Schloss und Phye machte sich Gedanken über die Folgen.
Ob die Wache Deranta gefolgt war? Oder nur ihr? Und wenn er Deranta gefolgt war, schon seit sie das Schloss verlassen hatte? Und hatte er das Gespräch zwischen ihr und Madge mit angehört? Wenn ja, würde Madge dafür bezahlen?
Es liess sie nicht in Ruhe, und sie hatte Angst um Madge. Die Wache raunte, gerade als die Prinzessinen die Stufen zum Schlosstor hinaufschritten; "Ich werde euch nicht verraten, Prinzessin."
Phye nickte: "Danke." Unendlich erleichtert nahm sie ihre Schwester bei der kleinen Hand und schritt gemeinsam mit ihr in den Schlossgarten. Sie flüsterte: "Zum Glück."
Deranta nickte: "Was wenn er sich anders entscheidet?"
Phye schloss die Augen, holte tief Luft: "Bitte gehe nicht mehr zu Madge."
Deranta starrte ihre königliche Schwester entgeistert an: "Wiebitte?"
Phye flüsterte erstickt: "Wir müssen sie beschützen. Sie hat so viel für uns getan."
"Ich darf nicht, und du schon?"
"Ich gehe ebenfalls nicht mehr dorthin."
Deranta schüttelte den Kopf: "Wenn ich nicht gehe ist es in Ordnung, aber du, du arbeitest so lange daran."
Phye lächelte unter Qualen: "Ich werde es nicht aufgeben. Aber du musst mir versprechen nicht mehr zu ihr zu gehen, und die Magie aufzugeben."
Deranta schüttelte den Kopf: "Nein. Bitte nicht."
Phye seufzte, sah sich gehetzt um: "Dann gehe nicht mehr zu ihr. Ich werde dir einige Bücher beiseite legen, die du aber gut verstecken musst."
Deranta nickte: "Natürlich." Die ältere Prinzessin packte die jüngere am Arm und sie liefen in ihr Zimmer. Diese fragte: "Und du? Wirst du auch aus den Büchern lernen?"
Phye wog den Kopf hin und her: "So ähnlich." 

Die wütenden Augen seines Vaters starrten Varmir an und der Mann knurrte auf. Der König und seine Schergen standen in einem weiten Bogen um den Ausgang der Höhle.

Voller Entsetzen stellte der Junge fest, dass er keine Chance haben würde an ihnen vorbei zu kommen.

"Da bist du ja mein Sohn...", die Worte waren leise und bedrohlich, so dass Varmir leicht zusammenzuckte. Er schluckte.

"Vater..."

"Für dich mein König!", herrschte der Mann ihn an. Mit diesen Worten war er neben Varmir getreten und hatte ihn grob am Arm gepackt.

"Du dachtest wohl, du kannst einfach so abhauen oder?!", fügte er leise knurrend hinzu.

Varmir verzog das Gesicht, sagte aber nichts. Er ließ einfach den Kopf hängen. Entschuldigen würde er sich nicht und sonst gab es nichts zu sagen. Nichts, was seinen Vater nicht noch wütender gemacht hätte. So blieb er also stumm und ließ sich von dem König und dessen Wachen zurück in den Palast schleifen.

Keiner von ihnen sprach ein Wort, manche warfen dem Jungen auch mitleidige Blicke zu, andere schienen einfach nur sauer um die Nachtruhe gebracht worden zu sein. So machten sie sich auf den Weg. Raus aus dem Wald und über die Stadt, in welcher noch immer Aufruhr zwecks dem verschwundenen Prinzen herrschte, zu den Mauern des Palastes.

Als sie hinter den dicken Mauern waren, schubste König Srothrin seinen Sohn grob von sich weg und sah dann zu den Wachen.

"Bringt ihn auf sein Zimmer. Ich rede morgen mit ihm", er wandte sich ab und ging den Gang entlang. Nach ein paar Schritten blieb er aber noch einmal stehen und fügte bedrohlich hinzu, "und sorgt dafür, dass er auch wirklich in seinem Bett bleibt!".

 

Mit hoch erhobenen Kopf ging Varmir am nächsten Morgen hinter den Wachen her. Er hatte zwar Angst - so wütend wie am Vortag hatte er seinen Vater noch nie gesehen - doch war er noch immer ein Prinz. Seine Brüder Sirthur und Virodrin gingen neben ihm her, doch keiner der beiden sagte ein Wort. Ob sie wohl ebenso wütend waren?

Gerade als sie vor dem Thronsaal ankamen, wandte sich Sirthur doch zu ihm um. Ein leichtes Lächeln stahl sich in die Züge des zweitjüngsten Sohnes des Königs und er legte Varmir eine Hand auf die Schulter.

"Keine Sorge. Er wird nicht mehr allzu streng sein", murmelte er leise, seine Worte klangen aber nicht sehr überzeugend. Damit nickte sein Bruder und entfernte sich dann, er würde also nicht mit hinein gehen.

"Sirthur hat Recht. Vater war nur krank vor Sorge", sprach nun auch Virodrin. Er klopfte seinem kleinen Bruder aufmunternd auf die Schulter. Dieser nickte, atmete tief durch, straffte seinen Rücken - und trat dann in den Thronsaal.



Mit wütenden Augen sah der Mann zu seinem Sohn herunter. Man merkte ihm an, dass er sich zusammenreißen musste um nicht die Fassung zu verlieren. Seine Augen stierten den Jungen wild an, die Adern an seinem Hals pulsierten stark und sein Atem war laut und deutlich zu hören. Um sich zu beruhigen fummelte er mit der Hand an dem Kettenhemd herum, welches seine Brust bedeckte, dazu brabbelte er leise und unverständlich vor sich hin.

Varmir trat unsicher von einem Bein aufs andere. Die beruhigenden Worte seiner Brüder waren bereits wieder verblasst, so wie es aussah, hatte sich sein König kein bisschen beruhigt. Auf ein leichtes Nicken seines Bruders hin ließ er sich auf die Knie nieder und neigte den Kopf.

"Mein König", flüsterte er leise, er schluckte kurz, dann fügte er, wenn auch widerwillig hinzu: "es t-"

"Schweig!", die donnernde Stimme seines Vaters ließ den Jungen zusammenzucken. Zitternd verstummte er und blieb wo er war.

"Mein König, seid nicht zu streng. Varmir war gestern einfach überfordert", meldete sich Virodrin zu Wort. Die Tatsache, dass auch er ihren Vater 'Mein König' nannte, verwirrte Varmir etwas, doch er nickte.

 Für einen Moment machte es ganz den Anschein, als würde König Srothrin wieder aufbegeren, doch dann ließ er sich in den Thron zurückfallen. Wütend beobachtete er seinen Sohn, dann seufzte er.

"Du wirst den Palast nicht mehr verlassen und glaube mir, du wirst heiraten! So wie es sich für einen Prinzen gehört!", fuhr er den Jungen an, damit schickte er sie alle wieder hinaus.

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rebeatb

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maunzel Das Kapitel war mal wieder gut.
Und ich habe kaum eine Idee, wie die Geschichte weitergehen. Aber nur fast nicht. Mal sehen.

LG
Maunzel
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