Fantasy & Horror
Entdeckung (2) - Au Pair

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"Entdeckung (2) - Au Pair"
Veröffentlicht am 23. Januar 2013, 14 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Entdeckung (2) - Au Pair

Entdeckung (2) - Au Pair

Beschreibung

Eine Geschichte über ein Mädchen, der etwas ganz unglaubliches geschieht...

Au Pair

Ich und, nein, Loretta und ich schienen uns immer besser zu verstehen, je näher der Abschied kam.
Mit Jamie lief alles klasse. Einige Male gingen wir noch schwimmen. Wieder einmal bei den Felsen angekommen sagte ich: "Ich habe dir doch von meiner Stiefmutter erzählt?"
Er nickte: "Loretta. Was ist?"
Ich zuckte mit den Schultern: "Sie ist letztens ausgeflippt, und will mich weghaben. Naja, sie will mich weghaben, und da habe ich vorgeschlagen dass ich nach Hawaii könnte. Sie hat sofort eingewilligt."
"Das ist ja super! Dann könnten wir zusammen wieder zurück."
"Ich fliege schon Samstag."
"Ich sollte eigentlich Freitag fliegen, aber ich kann es sicher so einrichten dass ich mit dir fliege. Wo wohnst du?"
"Wir haben noch nichts gefunden. Ich hätte halt gerne gewusst wo du ungefähr wohnst."
"Ich wohne an der Südküste von der Insel O'ahu. Nahe bei Honolulu, einfach am Strand."
"Gibt es dort irgendwie Hotels oder so etwas ähnliches?"
"Es gibt einige Haushalte die Au Pair Anstellungen bieten. Meine Mutter kennt einige Mütter persönlich, vielleicht kann ich dir eine Nummer organisieren."
"Das wäre super!" Ich fiel ihm um den Hals, er drückte mich an sich. Schon am nächsten Tag gab er mir die Nummer und ich rief bei der Mutter von 4 Kindern an. Sie war überglücklich dass sie einmal jemand meldete und versprach mir mich am Flughafen abzuholen. Da sie nur einige Häuser weiter von Jamie wohnte holte sie diesen auch gleich ab, seine Eltern mussten arbeiten.

 

Ich hatte mich von Grace unter Tränen verabschiedet, Chris an mich gedrückt und meinen Vater einen Kuss auf die Backe gedrückt. Loretta war gar nicht erst zum Flughafen gekommen. Dann hatte ich mich an Jamie geschmiegt und war zum Flugzeug geschritten. Wir hatten uns nebeneinander gesetzt. Eine Frau hatte den Platz, wo ich sass, reserviert, wir schenkten ihr fast keine Beachtung, sondern sagten ihr nur ihre neue Sitzplatznummer. Nach einer Weile Herumgenörgele ging sie weiter, auf ihren neuen Platz zu.  Der Flug war lang. Jamie und ich hörten grösstenteils Musik, irgendwann schlief ich in seinem Arm ein.
Er weckte mich beim Landeflug.  Als das Flugzeug endlich zum stehen kam kreischte eine Frau auf und lief hysterisch im Flugzeug auf und ab, worüber ich mich halb tot lachte. Ein Mann beruhigte sie, warf mir einen vernichtenden Blick zu, worauf ich wieder normal wurde und ging. Jamie und ich stiegen ebenfalls aus dem Flugzeug, direkt in die Hitze Hawaii's.
Als wir beide unsere Koffer hatten stellten wir uns neben die Türe des Flughafens und warteten auf Anna Gherni, die Mutter der 4 Kinder die ich betreuen würde. Schon bald kam sie mit einem grossen Wagen angefahren. Wir stellten die Koffer auf die Ladefläche und setzten uns zu Anna Gherni. Sie reichte mir die Hand: "Hallo. Du musst Skye sein. Deine Mutter hat mir kurz etwas von dir erzählt, und dass du gerne als Au Pair anfangen wolltest, und als du bei mir angerufen hast war ich so froh! Wir können uns kein Kindermädchen leisten, aber die Kinder brauchen doch Betreuung. Schön dass du jetzt da bist. Ich bin Anna, übrigens."
Ich musste einfach lächeln, sie war eine wirklich herzliche Person: "Ja, ich bin Skye. Ich bin froh dass sie mich genommen haben. Wie heissen denn die Kinder?"
"Die beiden Zwillinge Tom und Jerry sind 6 Jahre alt. Sie werden bald 7. Katie ist 9. Dann arbeitet noch jemand bei mir in der Firma, die ich von daheim aus führe, er ist wie ein Sohn für mich. Er ist, ähm, 19 Jahre alt und heisst Kyle."
Ich nickte, wunderte mich über das ähm, ging aber nicht weiter darauf ein. Ich sagte stattdessen: "Was für eine Firma ist es denn?"
Anna wurde rot: "Oh, ich stelle Surfbretter und noch so einiges her. Ich lasse es genauer gesagt herstellen. Zuständig bin ich für das entwerfen und den Verkauf. Eine andere Firma stellt mir die Sachen her."
"Interessant."
"Jaa, also, wir sind da."
"Das ist es?"
"Ja."
"Es ist sehr schön."
"Danke." Sie hielt bei einer grossen Garage an. Wir stiegen aus und hievten die Koffer von der Fläche. Jamie verabschiedete sich und lief ein paar Meter, bis er bei dem Haus seiner Familie ankam. Anna führte mich ins Haus und nahm mir einen der Koffer ab. Sie sagte: "Ich bringe dich erst einmal in dein Zimmer, danach führe ich dich durchs Haus, wenn dir das recht ist."
"Ja, das ist super."
Anna führte mich in mein Zimmer und stellte die Koffer in eine Ecke: "Also, wir haben hier alles eingerichtet, da hast du einen Schrank und hier ist die Verbindungstür zu deinem Badezimmer. Früher war es einmal ein Gästezimmer, aber wir dachten es passt für dich. Das Zimmer der Zwillinge ist zu deiner Rechten, zu deiner Linken ist das Zimmer von Katie. Hinter deinem Zimmer liegt eben das Badezimmer. Gegenüber deinem Zimmer ist das Zimmer von Kyle. Unseres ist im unteren Stock. Dort sind auch Küche, Wohnzimmer und Esszimmer, inklusive noch einem Badezimmer. Oh ja, neben dem Zimmer von Kyle ist auch noch ein etwas grösseres Badezimmer, wo auch noch eine Badewanne ist. In deinem ist nur eine Dusche. Also, draussen ist noch der Garten und hinter dem Zaun der Strand. Wie findest du es?"
Ich lächelte sie breit an: "Es ist echt super. Aber ich dachte Kyle arbeitet nur hier?"
Sie nickte: "Ach ja, aber er ist so etwas wie ein Familienmitglied für uns. Wir haben ihm mal angeboten dass er unter der Woche hier schlafen kann, damit er nicht immer nach Honolulu zurück muss, und dann hat es sich so ergeben dass er aus seiner Wohnung geschmissen wurde, warum wollte er uns nicht sagen, und dann haben wir ihm das Zimmer angeboten. Übrigens, hast du schon einen Führerschein?"
Ich schüttelte den Kopf: "In Italien darf man mit 16 noch nicht den Führerschein machen."
Wieder nickte sie: "Hier könntest du ihn vielleicht brauchen. Ist es dir recht wenn du ihn machst? Wir werden natürlich alles bezahlen. Aber Katie geht öfters zu Freunden in der Stadt, und da bringen wir sie hin. Kyle kann dir ja vielleicht Fahrstunden geben."
Ich willigte ein: "Okay."
Anna stieg die Treppe hinab ins Wohnzimmer. Dort sassen zwei blonde Jungs auf der Couch und sahen Fern. Anna klatschte in die Hände: "Jungs. Darf ich euch Skye vorstellen?"
Der eine Junge schüttelte den Kopf: "Nein, wir sehen gerade Fern." Trotzdem sprang er auf und kam auf uns zugerannt. Direkt vor mir blieb er stehen, genau wie der andere Junge der ihm gefolgt war. Anna stellte die beiden vor: "Das hier ist Jerry, und das Tom." Die beiden grinsten mich breit an und ich grinste zurück. Tom umarmte mich und ich legte die Hände auf seine Schultern. Immernoch die Arme um mich geschlungen sagte er, mit dem Gesicht nach oben gewandt: "Schön dich kennen zu lernen Skye."
Ich nickte: "Auch schön dich kennen zu lernen, Tom."
Jerry trat einen Schritt vor, als Tom mich losgelassen hatte, und sagte mit leiser Stimme: "Hallo."
Ich lächelte und hockte mich hin, um auf gleicher Höhe mit ihm zu sein, dann streckte ich ihm die Hand hin: "Hey."
Er grinste, wohl froh über die Begrüssung, ergriff meine Hand und drückte fest zu. Ich unterdrückte einen Aufschrei. Als ich mich wieder aufgerichtet hatte führte mich Anna in die Küche: "Du wirst das Haus mit der Zeit gut kennen lernen, denke ich. Eigentlich ist alles mit einem einfachen System aufgestellt, was aber nicht ganz so einfach zu erklären ist. Leichter getan als gesagt."

 Anna liess mir Freiraum bis zum Abendessen. Ich packte meine Sachen aus, richtete mein Zimmer häuslich ein, da ich ja darin wohnen würde. Das Badezimmer war geräumig und hell. Der Kleiderschrank war riesig, und einige Sachen waren schon drinnen, die genau die richtige Grösse hatten. Ausserdem schickte ich Grace und Chris eine Mail. Das hatte ich ihnen versprochen. Mein Vater durfte noch ein bisschen zittern. Vielleicht dachte er ich wäre mit dem Flugzeug abgestürzt und hatte jetzt Schuldgefühle? Besser nicht. Auch ihm schrieb ich eine Mail:

 

Hey Dad,
Wir sind gut gelandet, und es ist schön hier. Endlich geht mir Loretta nicht mehr auf die Nerven.
Skye

 

An Grace und Chris schrieb ich ausführlicher, ich hatte ihnen ja versprochen so bald wie möglich zu schreiben, und dieses Versprechen wollte ich nicht brechen:

 Hey Leute,
Wir sind vor ca. 3 Stunden gelandet, und es ist wunderschön hier. Die Gastfamilie ist sehr nett, auch wenn ich gerade mal 2 der 4 (eigentlich 3, aber sie zählen noch einen Arbeiter dazu, erzähl ich euch ein anderes mal) Kinder kennen gelernt habe. Der Vater ist anscheinend auch noch nicht daheim, den werde ich beim Essen kennen lernen. Anna, die Mutter, ist ziemlich nett und sehr warmherzig. Die Zwillinge Tom und Jerry sind so was von niedlich. Ich hab sie jetzt schon ins Herz geschlossen. Tom ist ziemlich offen und hat mich gleich umarmt, Jerry ist schüchterner, aber auch ein ganz lieber. Viel Spass ihr beiden...
Xxx Skye

 

Dann schaltete ich meinen Laptop aus. WLAN war an gewesen und unverschlüsselt, weswegen ich mich nicht gescheut hatte es gleich zu benutzen.
Es klopfte an meiner Zimmertüre und ein Lockenschopf erschien: "Es gibt Essen." Der Kopf verschwand gleich wieder und ich stand lächelnd auf, das musste also Katie sein. Ich ging die Treppe hinunter. Unten sassen die Zwillinge schon am Tisch, Katie setzte sich ebenfalls hin. Anna kam mit zwei Schüsseln Spaghetti an, und ein Mann, wahrscheinlich Annas Ehemann, brachte die Sosse herein. Durch eine Tür kam ein Junge, wahrscheinlich Kyle. Er sah auf den ersten Blick ziemlich wie 19 aus, bis man ihm in die Augen sah. Diese sahen viel erwachsener aus. Er erwiderte meinen Blick, und irgendwann musste ich den Blick abwenden, weil ich wusste dass ir sonst schwindelig geworden wäre. Ich setzte sich auf den einzigen noch freien Platz. Anna gab allen Spaghetti und Sosse und dann assen wir alle gemeinsam. Die ganze Familie war ziemlich lustig. Nur Kyle war ein bisschen unheimlich. Er lachte zu den komischten Zeitpunkten und blickte manchmal verträumt auf eine Wandstelle. Trotzdem war die Familie wunderbar.

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rebeatb

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