Gedichte
Kleine Unterschiede

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"Kleine Unterschiede"
Veröffentlicht am 28. Juni 2012, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Ich bin ein Honigkuchenpferd, Honigkuchendachs, Honigkuchen, oder einfach nur Ich. http://www.rdedition.com/ http://honigkuchendachs.wordpress.com/
Kleine Unterschiede

Kleine Unterschiede

Alles wird gut, sagt die Stimme in meinem Kopf, alles verändert sich, singen die Sirenen auf dem Schafott. Dass Veränderung nicht immer gut, ist ja bekannt, aber dennoch bedarf es einer Frohnatur, die aus dem Schlechtesten das Schönste macht und all der Finsternis entgegenlacht. Kein Tag gleicht einem anderen und meiner keinem ebenso und keiner hört meine Musik ganz genauso. Und wenn die Nacht voll Wahnsinn war, danach der Tag voll Überraschung naht. Und wenn nichts sicher ist, bleibt doch eines gewiss, dass Worte, sobald sie mal gesagt, auf ewig weiterleben, an jedem Tag. So vergeht unsere Natur Stück für Stück und das Erbe wird sich erheben, es wird aus Schall und Rauch und Angst bestehen, denn wo die Gier uns auffrisst, wo sie unsere Mächte misst, bleibt eine Wunde, klaffend und bitter, und wäscht der Regen all die Leichen direkt in unsere Mitte. All die problems unsrer Ahnen, all das ständige Ermahnen, nimmt sich doch niemand zu Herzen. Denn da wo einst die Herzen waren, ersetzt das Geld die alten Qualen. Die Ideale der Beginne, eingefroren im Landesinneren. Und hat der Mensch denn keinen Wert? Wird er nur ständig von irgendwem bekehrt, wird braingewashed, is getting lost. Alle sagen allen was zu tun, die anderen sind süchtig, nach dem Meer und nach dem moon. Die anderen sind wichtig für uns alle, und finden wir an jedem einzelnen Gefallen. Denn sie vermögen das zu sagen, womit wir uns seit Stunden plagen, wenn nicht sogar seit Jahren, seitdem wir kleine Kinder waren. Und sie können unsre Seelen retten, ihre Worte an unsre Herzen ketten. Und sie leuchten, kunterbunt und grau und sie wissen vielleicht ganz genau, dass alles Leuchten bald erlischt und jeder Glanz auch mal verwischt. Aber geht es niemals nicht um Morgen, wir dürfen oder müssen uns die Errungenschaften eines Gesterns borgen, denn ohne dem kein jetzt und dann, dort war ich auch schon angelangt. Bevor ich mich im Kreise dreh, viel lieber ich nach vorne seh. Und tun dir deine Augen weh, dann schließ sie kurz und wage einen Traum, es gibt noch manchen unentdeckten Raum. Sowohl für dich und auch für mich, und irgendwann erübrigt sichs. 

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Honigkuchenpfe
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Brubeckfan Re: Re: Na ja. - Niemand wird unmögliches verlangen, nämlich daß Du dich änderst, nämlich wer kann das. Es geht um diesen Text. Und den mußt Du ja nicht für philosophisches Fußvolk wie mich geschrieben haben, das schon bei Worten wie "Wesenheit" Darmgrimmen bekommt. Ich war halt etwas verstimmt über diesen, tja, wiederholten Rückfall...
Bleibt mir, es unverdrossen immer wieder zu versuchen, was sonst. Ohne Hörbuch hätte ich auch die Klappe gehalten.

Dein etwas fatalistischer kompara-dings Ansatz klingt mir einleuchtend, weil der Mensch halt endlich viele Empfindungen und Ziele hat. Bloß mit der Zuordnung von Musik zu denen wirds wohl nicht so einfach, denn was sagen denn nun Wagner oder Satie oder die seriellen Typen? Alles schrecklich interpretierbar, nix klare Botschaft, oder? Und schon wären wir wieder bei Deinen Texten...
Na good luck jedenfalls.
Vor langer Zeit - Antworten
Honigkuchenpfe Re: Na ja. - Traut sich halt niemand, ich bin nämlich auch Kritik fähig! Also ich akzeptiere sie, aber ändern tu ich mich nicht wirklich. Aber vielleicht weiterentwickeln, bloß das ohnehin, so ganz von allein. Und dass es niemand versteht, versteh ich nicht ganz, weil es für mich ganz klar ist und ich es nicht als ein anderer lesen kann, leider.
Ich mach ja gerade eine Versuchs-Reihe, weil ich der Meinung bin, dass alle Musik und alle Texte nur eine Variation ihrer Vorfahren sind, die Botschaft aber immer die gleiche bleibt. Aber hast eh recht, langsam wiederhole ich mich. Entweder es kommt mal neue Inspiration oder ich lass es mal ne Weile bleiben, will ja niemanden gleichzeitig verwirren UND langweilen.

Ich hab den Vortrag mit der schlimmsten Erkältung des Jahres aufgenommen, daran könnten die Probleme liegen ;) Freut mich aber, dann nehm ich vielleicht mal wieder was auf, wenn ich was gutes find.

Liebe Grüße!
Vor langer Zeit - Antworten
Brubeckfan Na ja. - Daß bisher keiner was sagte, sagt das was?
Also mal wieder was von Dir, das nicht "so ganz anders ist als alles bisherige". Immer, wenn ich einen Zipfel zu fassen kriege, folgt sogleich der nächste Satz, der die Illusion von Verständnis zerstäubt. Heißt positiv gesagt, einzelnen Sätzen kann man sich durchaus anschließen.
Wolltest Du Deinen Nino übertreffen, es ist Dir längst gelungen.
Allein der Titel. Bisher dachte ich, Unterschiede bestünden zwischen mehreren Dingen oder Fakten. Nur welche bitte?...
Auch 2 Wodka Martini halfen mir nicht weiter (und die Mixerin war wirklich spendabel, ist ja nicht ihre Bar).
Der Rezipient grübelt dann, ob er nicht über Kaisers neue Kleider grübelt...
Grübel doch erstmal selber, liebe C. Viel Vergnügen.

Dein Vortrag indes suggeriert unwiderstehlich, jedes Wort habe tiefen Sinn und man verstehe den locker auch. Könnte Dir laaange zuhören.
Kleiner Makel: Manche Silben verschluckst Du.

Lieben Gruß der Urlauberin,
Gerd
Vor langer Zeit - Antworten
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