Es war ein schöner Tag, den ich verbracht habe mit Menschen meiner Wahl. Jeden von Ihnen finde ich angenehm und bereichernd in seiner Art. Erstaunlich ist das heutige Gefühl in mir, am Tag danach. Ein fühlbarer Druck lastet auf meiner Brust. Eingesperrte Traurigkeit. Es fließen keine Tränen, die Erleichterung schenken könnten. Ich muss es aushalten, ertragen, annehmen. Kann es nicht ändern. Es ist mein Druck. Es ist meine Traurigkeit. Es ist mein Unverständnis für mich selbst. Es kann sein, dass es so bleibt, einige Zeit. Es kann sein, dass es gleich vorbei ist. Ich habe keine Inspiration, was ich tun könnte. Es ist so, es muss so sein. Nicht wegen der Anderen, nein, wegen mir selbst. Womöglich erkenne ich, dass ich zurückgehen muss, an den Ausgangspunkt. Womöglich falle ich in die Tiefe. Vielleicht lebe ich auch einfach weiter, mit dem was ist und erkenne die Täuschung, der ich ständig unterliege. Die Illusion in mir spielt ihr Spiel. Ich starte dieses Spiel täglich neu, weil ich es nicht anders gelernt habe. Was ich jedoch erahne ist dass es ein Spiel mit Vorstellungen ist. Das Spiel, das wie ich vermute 99,9 % der Menschheit spielt. Aufgeblasene Traumbilder, die verehrt, gepflegt, denen hinterher gelaufen wird. Das Echte, das Wahre bleibt unbeachtet wie das Gras am Wegesrand. Es macht mich traurig, dass ich genau so lebe. Traumbildern hinterher jage, Vorstellungen verwirkliche, Mittel dafür erwerbe durch Verzicht von Lebenszeit. Ich will nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Aber ich kann noch. Vielleicht geht das weiter, bis ich eines Tages nicht mehr kann. Vielleicht muss ich den Druck erhöhen um mich selbst in die Knie zu zwingen. Vielleicht auch, um stark zu sein um dem illusionären Druck standhaft zu begegnen. Ein tiefer Atemzug signalisiert mir, dass meine Gedanken geeignete Ströme anregen um zum Ursprung der gefühlten Schwere vordringen zu können. Es kann sein, dass es so ist, doch Gewissheit gibt es nicht. Die einzige Gewissheit ist das was ich jetzt fühle und wahrnehme. Ein ständig sich verändernder Lebensstrom, der ich bin, in dem ich ströme. Ich schenke mich nun dem was ich bin. Ich lasse los von meinen Gedanken .
Leben, was gibt es zu tun?
Ich glaube, die Wäsche ist fertig. Die Sonne scheint, ich sehe die Wäsche schon an der Leine flattern.