Fantasy & Horror
Ein Funke Finsternis (Kap. 3, Teil 1) - Erwachen in der Dunkelheit (Teil 1)

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"Ein Funke Finsternis (Kap. 3, Teil 1) - Erwachen in der Dunkelheit (Teil 1)"
Veröffentlicht am 03. Februar 2012, 38 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Ich bin... nicht, was ich gerne wäre.... nicht so, wie ich sein könnte... niemals, wie man mich gerne hätte... nie wieder so, wie ich früher war... auf ewig mit mir selbst im Streit.... verdammt mir selbst in Gedanken Gesellschaft zu leisen...
Ein Funke Finsternis (Kap. 3, Teil 1) - Erwachen in der Dunkelheit (Teil 1)

Ein Funke Finsternis (Kap. 3, Teil 1) - Erwachen in der Dunkelheit (Teil 1)

Beschreibung

Traumatische Erlebnisse können den Blick für die Welt schärfen oder den Geist gänzlich erblinden lassen. Alles hängt davon ab, was man noch zu verlieren hat... "Ein Funke Finsternis" Kapite 3: Erwachen in der Dunkelheit

Willard-Mason-Klinik, psychiatrische Anstalt:

Was mit mir geschah, nachdem mich das Einsatzkommando der Polizei aus der Wohnung meiner Familie gebracht hatte, entzieht sich zum größten Teil meinen Erinnerungen. Beinahe alle Erinnerungen an den Rest dieses Abends, der mein gesamtes Leben für immer veränderte, und auch noch einige Tage danach, erscheint mir so, als würde ich die Ereignisse in einem unscharfen Film beobachten. Die Personen um mich herum erschienen mir als unscharfe, bunte Schatten, deren dumpfe Stimmen kaum meine Aufmerksamkeit wecken konnte und schon im nächsten Moment wieder mein Interesse verloren, sobald sie mein Blickfeld verließen. Die sterile und unpersönliche Umgebung einer psychiatrischen Station stellte dabei mit ihrer Reizarmut auch keine große Hilfe dar, mein Interesse an der Welt wiederzuerlangen. Erst nach zwei Tagen, was mir später wenig behutsam von einer Krankenpflegerin beigebracht wurde, begann ich meine Umgebung wahrzunehmen, auch wenn ich noch nicht ganz verstand, warum ich mich in einem Krankenhaus zu befinden schien. Doch als ein völlig derangiert wirkender Detective Sanderson in Begleitung eines Arztes mein Krankenzimmer betrat, kehrten meine Erinnerungen an die Ereignisse der bis dahin schlimmsten Nacht meines Lebens, wie eine gewaltige Flutwelle, zurück und riss mich nun vollkommen aus den letzten Resten meiner lethargischen Verfassung.

 

„SIE! NUR WEGEN IHNEN WAR ICH NICHT ZU HAUSE!“ brüllte ich Sanderson an und riss mir dabei die Elektroden, mit denen meine Vitalzeichen kontrolliert wurden mit einem satten, reißenden Geräusch von der Brust, gerade als die Maschinen mit hektischem Piepen die Veränderung meines Herzschlages zu verkünden begannen. Den brennenden Schmerz nahm ich noch nicht wahr, zu sehr war ich auf die schuldbewusste Gestalt des Detectives konzentriert, der in diesem Moment ein so einfaches Ziel für meine verzweifelte Wut darstellte. Wie durch einen roten Filter sah ich die Welt, die sich vollkommen auf den Anblick dieses, in meinen Augen nutzlosen, Hüters des Gesetzes konzentrierte, so dass ich weder den Arzt noch den Krankenpfleger wahrnahm, die zusammen mit Sanderson den Raum betreten hatten und nun überrascht mit ansehen mussten, wie ich nach zwei Tage beinahe völliger Regungslosigkeit, förmlich aus dem Bett sprang, um mich auf den Polizisten zu stürzen. Wie herrlich war es für einen Moment ein Ziel für meine Wut zu haben, den glatten, mit Kunststoff versiegelten, Fußboden unter meinen nackten Füßen zu spüren, während sich meine rechte Hand schon gierig nach der Kehle des Mannes streckte, den ich, mangels eines anderen Zieles, für das Schicksal meiner Familie verantwortlich machte. Während ich so auf den vor Überraschung erstarrten Sanderson zu sprang, reagierte nun der Krankenpfleger, der scheinbar bereits einschlägige Erfahrung im Umgang mit fremdaggressiven Patienten hatte. Denn bevor ich es überhaupt registrieren konnte, lag ich bereits mit dem Gesicht auf dem Boden, mein rechter Arm in einem Hebelgriff des Krankenpflegers, der mich so bewegungsunfähig machte, während der Doktor bereits, mit geübten Handgriffen, eine Spritze mit einem Beruhigungsmittel vorbereitete.

 

„LASST MICH LOS!“ brüllte ich mit vom langen Schweigen rauer Stimme und obwohl ich auf meinem gebrochenen Arm lag, spürte ich nichts als meine grenzenlose Wut. Verzweifelt wandte ich mich hin und her, so dass der Krankenpfleger sich auf meinen Rücken knien musst, damit ich lange genug ruhig hielt, bis der Arzt die Spritze in meinen, vom hinten offenen Krankenhaushemd, entblößten Hintern stach und mir eine Dosis des Beruhigungsmittels in den Muskel spritzte. Trotz all meiner Bemühungen spürte ich wie meine Sinne erneut schwanden, dieses Mal von den Chemikalien ausgelöst, die sich in meinem Blutkreislauf ausbreiteten. Mit letzter Kraft versuchte ich nach Sanderson zu spucken, doch ob es mir gelang weiß ich nicht mehr. Alles wurde schwarz.

 

Etwa eine Stunde später erwachte ich erneut in meinem Bett und musste feststellen, dass meine Arme und Beine mit weichen Gurten am Kunststoffgestell des Bettes fixiert worden waren. Überrascht rüttelte ich an den Fesseln, was die Krankenpflegerin, die in der Ecke des Zimmers, bewaffnet mit einem Kaffee und einer Illustrierten, Wache hielt und auf mein Erwachen wartete. Ich wollte gerade den Mund öffnen und eine Erklärung verlangen, als sie sich auch schon von ihrem Sitzplatz erhob und zu mir ans Bett kam. Ihre Augen waren wachsam und ich konnte sehen, wie sie für die ersten Schritte etwas Überwindung aufbringen musste, erst als sie sah, dass meine Fesseln hielten, verlor sich ihre Zurückhaltung etwas.

 

„Mr. Thorn? Wie fühlen Sie sich?“ fragte sie mich in professionell freundlichem Ton, dessen oberflächliche Freundlichkeit nur noch von ihrem aufgesetzten Lächeln übertroffen wurde. Auch das Interesse an meinen Antworten war nicht wirklich vorhanden, da sie sich, ohne meine Antwort überhaupt abzuwarten, daran machte meine Vitalfunktionen anhand der dargestellten Werte auf den Monitorbildschirmen am Kopfende meines Bettes zu überprüfen.

 

„Wo ist meine Tochter? Wo ist sie?“ Meine Mund war ausgetrocknet und meine Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an, als meine Wut nun endgültig verraucht war, ersetzt durch Angst und Sorge um meine Tochter. Ihr Verschwinden war mir gerade eben erst bewusst geworden, so fixiert war ich auf den Tod meiner Frau gewesen, dass ich sie ganz vergessen hatte. Und die Erkenntnis meines grenzenlosen Egoismus trieb mir nun schon Tränen in die Augen, die Monitore meldeten mit schrillem Piepsen, was ich auch ohne deren Hilfe spüren konnten, meinen pochenden Herzschlag und das Pulsieren meiner Halsschlagadern.

 

„Bleiben Sie ruhig, Mr. Thorn. Ich kann Ihnen dazu leider nichts sagen. Sie waren die letzten beiden Tage hier auf Station unter Beobachtung und jetzt will ich mich davon überzeugen, dass es Ihnen gut genug geht, um von Dr. Rimbold untersucht zu werden.“ erwiderte die junge Frau im gleichen Tonfall wie auch schon zuvor, ohne wirklich auf meine Fragen einzugehen. Als sie ihre oberflächliche Begutachtung beendet hatte, griff sie zum Alarmknopf neben meinen Kopf, drückte diesen kurz und stellte den Alarm sogleich wieder ab.

 

„Bitte…“ versuchte ich es erneut, doch ernte ich für meine Bemühung, obwohl ich den Tränen nahe war, nur ein stummes Kopfschütteln. Und bevor ich mich selbst bettelnd erniedrigen konnte, wurde auch schon wieder die Tür des Zimmers geöffnet und der Arzt, offensichtlich Dr. Rimbold, betrat den Raum. Seine grauen Augen wirkten erstaunlich kalt und emotionslos, als er mich wortlos betrachtete und sich dabei den kurzen Bericht der Pflegerin anhörte. Mit einem knappen Nicken bedeutete er der jungen Frau beiseite zu treten und trat, nachdem sie seiner nonverbalen Anweisung Folge geleistet hatte, selbst an das Bett heran.

 

„Mr. Thorn. Schön zu sehen, dass Sie sich langsam wieder von ihrem Trauma erholen. Sie befinden sich derzeit in der Willard-Mason-Klinik, einer Einrichtung für die Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen. Sie wurden aufgrund eines diffusen Befundes nach einer Gewalttat per Eilantrag des Staatsanwaltes eingewiesen, um Ihre bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Ich bin Ihr behandelnder Arzt, Dr. Rimbold.“ Dr. Rimbolds Stimme war vollkommen im Einklang mit dem Eindruck, den bereits seine Augen vermittelt hatten, keinerlei menschliche Anteilnahme schwang bei seiner Erklärung und Vorstellung mit, während er mich weiterhin auf meine Reaktionen zu beobachten schien. Und genau in diesem Moment wurde mir meine Umgebung erneut bewusst, dass weiße, sterile Zimmer ohne jeglicher persönliche Note, der Fernseher in der Zimmerecke, der mich mit seiner toten Bildröhre gleichzeitig zu beobachten und zu verlachen schien. Es passte alles perfekt zusammen, selbst die teilnahmslose Haltung der Krankenpflegerin, die hinter dem Rücken des Arztes verstohlen auf ihre Uhr blickte, entweder weil bald ihre Schicht zu Ende war oder doch einfach nur weil es langsam wieder Zeit für eine Zigarette wurde.

 

„Dr. Rimbold… bitte, wo ist meine Tochter? Was ist mit meiner Jenny?“ Trotz meiner jüngsten Erkenntnis hielt ich weiter an meinen alten Überzeugungen fest, es konnte einfach nicht sein, dass es dieser Ort, stellvertretend für die Welt, so bar jeglicher Menschlichkeit sein konnte. Doch in meinem Inneren hatte ich die Reaktion des Arztes bereits vorhergesehen, der mir besänftigend den Unterarm tätschelte und schon mit dem Kopf schüttelte, bevor er mir antwortete.


„Mr. Thorn, diese Fragen beantwortet besser jemand anderes. Wenn Sie mir bitte einige Fragen beantworten würden….“

 

Von einem Psychiater hätte man sicherlich ein wenig mehr Einfallsreichtum bei einem verbalen Ausweichversuch erwartet, doch überraschte mich dieses geradezu beleidigende Verhalten nicht im Geringsten. Ich hatte einen Zustand der Klarheit erreicht, den die meisten Menschen vergeblich ihr Leben lang suchen. An der Schwelle zwischen Wahnsinn, Trauer, Verzweiflung und Zorn hatte ich in meinen Beobachtungen das Auge des in mir tobenden Orkans gefunden, mit klinischer Gelassenheit und Ruhe wurde ich zum absoluten Beobachter meiner Umgebung und erkannte zum ersten Mal in meinem Leben die Gleichgültig der Menschen. Und als ich diesen Ort in meinem Geiste erreichte, begann auch die Sorge um meine Tochter zu schwinden, ersetzt durch die wachsende Gewissheit, dass auch sie tot war, getötet von der Gedankenlosigkeit ihres Vaters und dem Wahnsinn eines Mörders. Schuld empfand ich in diesem Zustand nur am Rande meines Bewusstsein, wie etwas, das am Rande des Gesichtsfeldes auftaucht und erst noch keine Bedeutung hat, aber doch immer weiter anwächst.

 

Fasziniert von diesem Zustand und der, durch meinen Kopf rasenden, Erkenntnis beantwortete ich mechanisch die Fragen Dr. Rimbolds nach meinem Namen, Adresse, aktuellem Datum und ähnlichem, doch Dr. Rimbold war zu beschäftigt seinen Fragenkatalog abzuarbeiten, um meine Verhaltensänderung zu bemerken. Erst als er die letzte Frage gestellt hatte und er mir wieder ins Gesicht blickte, runzelte er kurz die Stirn als verstünde er nicht ganz, was mein Gesicht ihm zeigte.

 

„Ähm… ja. Mr. Thorn scheinbar geht es Ihnen wieder etwas besser. Ich würde Sie gerne noch ein, zwei Tage zur Beobachtung hier behalten… nur zu Sicherheit, Sie verstehen?“ Nun schien der Arzt doch etwas unsicher geworden zu sein, doch dieser Eindruck legte sich schnell, als er sich mit einem Blick auf seine Armbanduhr bereits wieder vom Bett abwandte.

 

„Detective Sanderson wartet vor der Tür und würde Ihnen gern einige Fragen stellen. Fühlen Sie sich dazu in der Lage?“ Dr. Rimbold hatte bereits die Hand an die Türklinge gelegt, als er sich noch einmal umwandte, als ob er diesen, gerade erwähnten, Umstand vergessen hätte. Keinerlei Regung deutete darauf hin, dass er gerade über den Mann sprach, denn ich vor nicht allzu langer Zeit noch hatte angreifen wollen. Wahrscheinlich fühlte er sich sogar noch gut dabei, diese Frage erst zu stellen, wenn er sowieso gerade den Raum verlassen wollte, so dass er sofort verschwinden konnte, sollte ich ein weiteres Mal einen Tobsuchtsanfall bekommen.

 

„Schicken Sie ihn herein, Dr. Rimbold.“ antwortete ich nur mit ruhiger Stimme und lehnte mich im Bett zurück und obwohl ich gar nicht mehr hätte tun können, da die Fesseln immer noch nicht gelöst worden waren, schien diese Reaktion Dr. Rimbold ein weiteres Mal zu verunsichern. Ruckartig wandte er seinen Kopf in Richtung der Krankenpflegerin, zischte ihr ein paar Worte zu und verließ dann den Raum. Die Tür schloss sich mit einem leisen Klicken, die Sicherheit wurde an diesem Ort doch noch groß geschrieben, wie mir damit klar wurde, während die Pflegerin, eine rothaarige Frau Ende 30, wie mir erst jetzt richtig bewusst wurde, sich wieder meine Ruhestätte näherte. Mit einem kleinen Seitenblick zu mir, begann sie eine Injektionsspritze vorzubereiten, was mich an meine letzte Eskapade erinnerte. Doch statt mich zu erschrecken, wurde mir durch diese Handlung erneut die unglaubliche Gleichgültigkeit bewusst, mit der ich hier behandelt wurde und nun schien mir die Erkenntnis auch bitterer als zuvor, den ich erinnerte mich jetzt wieder an den verhängnisvollen Abend, der mein bisheriges Leben zerstört hatte. Doch nicht die Erinnerungen an meine tote Frau standen nun im Vordergrund, sondern die Gesichter der Gaffer auf der Straße, diese graue, gesichtslose Masse, die sich an dem Leid und den Verletzungen anderer berauscht hatte. Träge regte sich der Zorn unter der Decke meines derzeitigen Zustandes der inneren Ruhe, Wut auf die Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit der Menschen, die genauso wie auf der Straße dem Abschlachten meiner Frau beigewohnt hätten und sich dabei an ihrem Leiden aufgegeilt hätten, solange ihnen nur selbst keine Gefahr drohte. Denn was war schon ein Leben wert und welchen Lohn konnte man schon dafür erwarten, dass man ein Leben schützte? Wie Billardkugeln stießen sich die Gedanken gegenseitig in meinem Geist an, jede Kollision offenbarte neue Wege und Erkenntnisse, die ich, vollkommen in mich selbst versunken und vor mich hinstarrend, verfolgte. Die Welt um mich herum nahm ich nur noch am Rande wahr und hörte noch nicht einmal das Öffnen und Schließen der Zimmertür.

 

„Mr. Thorn? Können wir miteinander sprechen?“

 

Gedämpft, wie durch Watte, drangen die vorsichtig und ruhig formulierten Worte an meine Ohren und ich brauchte einen Moment, um mich von meinen Gedankengängen zu lösen, bevor ich meinen Blick und meine Aufmerksamkeit auf den Störenfried richten konnte. An Rand meines Bettes ragte Detective Sanderson auf, die Tatkraft war aus seinem Körper geschwunden und es war nichts mehr von der aggressiven Spannung zu sehen, die ihn damals im Krankenhaus noch erfüllt hatte, ganz im Gegenteil er wirkte zusammengesunken und zu Tode erschöpft, als hätte er nächtelang kein Auge mehr zu getan. Ich konnte die Schuld, die der Polizist mit sich herum trug, förmlich auf der Zunge schmecken, was tief in mir eine andere Saite zum Schwingen brachte. Dies war der Mann, der verhindert hatte, dass ich bei meiner Familie sein konnte und selbst wenn ich nichts hätte tun können, um den Irren aufzuhalten, so wäre hätte ich sie wenigstens ein letztes Mal gesehen und diesen Mann nun innerlich von Schuld und Selbsthass zerfressen zu sehen, schenkte mir eine perverse Freude, die ich noch nie empfunden hatte.

 

„Ahh. Detective Sanderson. Natürlich können wir… sprechen.“ antwortete ich nach einem kurzen Räuspern, wobei ich versuchte meine Haltung trotz der Fesseln etwas angenehmer zu gestalten, indem ich mich ein wenig im Bett hin und her wandte. In diesem Moment dachte ich, dass ich bereits wusste, warum sich der Polizist so schuldbewusst verhielt, denn was sollte er mir schon sagen, außer dass meine Tochter ebenfalls tot war. Und so seltsam dies erscheinen mag, so hatte ich mich bereits unbewusst mit dieser Tatsache abgefunden, auch wenn ich sie noch nicht verarbeitet hatte. Sobald mich die unnatürliche Ruhe wieder verließ würde ich sicherlich erneut zusammenbrechen, aber bereits jetzt wusste ich, dass ich es irgendwie überstehen würde. Gezeichnet und gebrochen, sicherlich, aber ich würd es überstehen.

 

„Mr. Thorn. Es tut mir Leid, was mit ihrer Familie geschehen ist. Wir haben uns alle Mühe gegeben…“ Ich machte keinerlei Anstalten den Redefluss des Polizisten zu unterbrechen, da ich meinte bereits alles zu wissen, was dieser mir nun umständlich und mit belegter Stimme sagen wollte.

 ~ Wir haben alles getan… aber es war einfach nicht genug. Sobald sie sich besser fühlen, benötigen wir Sie um den Leichnam ihrer Tochter zu identifizieren. ~

So oder so ähnlich würden seine folgenden Worte lauten, voller geheucheltem Mitleid und dann der Aufforderung der Polizei ein wenig Arbeit durch die Identifikation abzunehmen. Was sollte er mir sonst schon sagen…

 

„… aber wir waren leider nicht in der Lage den Angreifer auf ihre Frau zu finden. Von ihrer Tochter fehlt bisher noch jedes Spur und wir vermuten, dass der Angreifer sie mitgenommen hat.“

 

Verstört riss ich die Augen auf, während mein Mund sich tonlos öffnete und schloss. Das war der falsche Text, dachte ich verwirrt und fühlte wie die Ruhe von mir abfiel, als hätte Sanderson mir mit seinen Worten eine Decke weggerissen. Schneller und schneller ging mein Atem, mein Herz begann heftig in meiner Brust zu pochen und mein Magen war mit einem Mal nur noch ein heißer, schwerer Klumpen in der Mitte meines Körpers.

 

„Was? Wie meinen Sie… Wo ist Jenny?... Jenny lebt noch?... Was soll das heißen?“ stammelte ich verwirrt und fassungslos, das Piepsen des Monitors im Gleichklang mit meinem rasenden Herz. Ich wollte nach Sanderson greifen, ihn zwingen auf meine wirren Fragen zu antworten, aber die Fesseln hielten mich mit Leichtigkeit fest.

 

„Hat Ihnen niemand…“ erfüllt von Fassungslosigkeit konnte Sanderson seinen Satz nicht beenden, als er erkennen musste, dass er mir gerade eben einen weiteren Schlag versetzt hatte, ohne es zu wollen. Als hätte er sich an mir verbrannt, wich er Schritt um Schritt von meinem Bett zurück, während ich immer noch stammelnd die Frage nach dem Verbleib meiner Tochter wiederholte. Fluchtartig und beinahe panisch stürmte der Detective aus dem Raum und überließ mich den Bemühungen der Pflegerin mich wieder zu beruhigen. Salzig feucht rann mir der Schweiß über die Stirn, als mir klar wurde, dass die Qualen noch lange nicht vorbei waren. Den Stich der Spritze spürte ich wieder nicht…

Idyllisches Einfamilienhaus, Green Valley Siedlung, am Stadtrand:

Leises Murmeln erfüllte das Wohnzimmer des geräumigen und sorgfältig gepflegten Hauses, die typischen Zwiegespräche nach einer längeren Diskussionsrunde begannen aufzuflammen, nachdem die Hauptpunkte der Tagesordnung erschöpfend behandelt worden waren. Die Runde bestand aus zwölf Personen, acht davon waren Frauen, im Alter zwischen 30 und 55, die übrigen vier Männer konnten in ein ähnliches Altersspektrum eingeordnet werden. Bevor allerdings die Einzelgespräche überhand nehmen konnten, erhob sich einer der Männer und klatschte deutlich vernehmbar in die Hände. Die Stimmen verstummten und alle Anwesenden wandten ihre Blicke zu dem Mann, während die letzten Gesprächsfetzen leise ausklangen. Seiner äußeren Erscheinung nach konnte man diesen Mann nicht unbedingt als attraktiv oder gutaussehend bezeichnen, ein Kranz aus dünnen, kurzgeschorenen braunen Haaren umgab den ansonsten kahlen Schädel, unter dem weißen Hemd mit offenem Kragen zeichneten sich die deutliche Rundung eines Bauches ab, die im starken Kontrast zu den dürren Armen, Beinen und Hals stand. Die lange, gebogene Nase diente als Ruhestätte für eine dicke Brille, welche die gewöhnlichen, braunen Augen ein wenig vergrößerte und verzerrte. Einzig das warme Lächeln auf den schmalen Lippen konnte vielleicht die Sympathie des Betrachters erringen und scheinbar gelang es bei diesem Publikum.

 

„Meine lieben Nachbarn und Vorstandsmitglieder, ich denke, dass wir für diese Woche alle Punkte besprochen haben, hinsichtlich der Gartenbepflanzung im kommenden Frühjahr. Greg und Amanda werden wie besprochen die entsprechenden Flyer entwerfen und drucken lassen, die wir dann zusammen nächste Woche verteilen werden.“ richtete er seine Worte an die versammelten Personen, seine Stimme war leise, unaufdringlich und angenehm, jedes Wort schien er ganz bewusst zu formulieren und dabei wanderte sein Blick über die Zuhörer, so dass sich jeder persönlich angesprochen fühlen konnte, nicht nur von den Worten sondern auch von seinem freundlichen Lächeln.

„Und bitte vergesst nicht, dass nächste Woche noch der Vortrag der Officier Boles und Camoran ansteht, die uns bei der Einführung einer Nachbarschaftswache beraten. Ich wünsche dann noch einen schönen Tag und freue mich schon auf unser nächstes Treffen.“

Der Redner erntete zustimmendes Kopfnicken und die Versammlung löste sich langsam unter persönlichen Verabschiedungen auf, bis nur noch der Redner, der seinen Nachbarn als Gerald Gardener bekannt war, im Haus zurückblieb und sich daran machte aufzuräumen. Mit effizienten Bewegungen sammelte er benutzte Getränkegläser ein und brachte wieder Ordnung in sein Wohnzimmer.

 

Nach getaner Arbeit spülte er noch einige Sachen vor, verstaute dann alles im Geschirrspüler und trocknete sich die Hände, sein Blick ruhte dabei auf der kleinen Tür in der Küche, die hinab in den Keller führte. Mit einem Grinsen auf den Lippen, das viel zu viel von seinen Zähnen entblößte, ging er zum Kühlschrank und holte eine kleine Tupperschüssel mit Essensresten hervor, bevor er die Tür zum Keller öffnete. Mit einem leisen Summen erwachte die Lampe, die an der Decke angebracht worden war, zum Leben, als er den Schalter betätigte, seine Hausschuhe machten nicht das geringste Geräusch als er die steinernen Stufen hinabstieg, nachdem er die Tür wieder geschlossen und sogar verriegelt hatte. Und erst jetzt gestattete sich der Mann die nach vorne gebeugte Haltung mit hängenden Schultern aufzugeben und richtet sich auf, sofort wirkte er selbstsicherer und auch zielstrebiger als zuvor.

 Doch nicht nur seine Haltung veränderte sich, mit jedem Schritt die Treppe hinab begannen auch wellenartige Bewegungen durch die Körper zu laufen, die sein Aussehen weiter veränderten. Die Deckenlampe begann leicht zu flackern und die entstehenden Schatten ähnelten tiefen, öligen Wunden, die ins Gefüge der Welt geschlagen worden waren, als würden die Veränderungen des Mannes nicht nur seine physische Form betreffen, sondern einen unsichtbaren Teil der Welt sichtbar machen.

Seine Haut wurde so bleich, dass die einzelnen Venen unter seiner Haut zu erkennen waren, seine Haare wurden voll und vollkommen weiß und auch der Bauch unter dem Hemd verschwand. Den Fuß der Treppe erreichte so ein ganz anderer Mann, den noch keiner seiner Nachbarn gesehen hatte und auch sonst nur zwei Personen, die noch unter den Lebenden weilten. Mit abgeschlossener Verwandlung brannte nun auch die Lampe wieder in konstanter Helligkeit weiter, ganz als wäre nichts geschehen.

 

Am Fuß der Treppe angelangt durchquerte er schnell den Hauptraum des Kellers, der an eine Kreuzung zwischen Werkstatt und Laboratorium erinnern musste, um direkt zu einer kleinen Tür an der Nordseite des Raumes zu gehen. Aus der Nähe konnte man erkennen, dass diese Tür aus Metall bestand und eine kleine Klappe eingelassen hatte, die er nun öffnete und das Plastikgefäß hindurch schob.

 

„Jenny, meine Süße. Dein Essen ist da.“ flüsterte er zuckersüß, ein Kichern unterdrückend, als kleine, fahle Hände zitternd die Schüssel ergriffen und in den Raum dahinter zogen. Dabei war zu erkennen, dass die Tür wesentlich dicker als eine gewöhnliche Tür war und auf der Innenseite auch eine Polsterung aufwies, dies deutete auf eine effektive Schallisolierung hin, die nicht überraschend war, wenn man bedacht, welchem Zweck dieser kleine Kellerraum diente. Kaum war die Schüssel mit dem kalten Getreidebrei aus der Öffnung verschwunden, da verschloss die weißhaarige Gestalt die Klappe auch schon wieder und prüfte sorgfältig die Verriegelung, bevor sie sich wieder von dem kleinen Raum abwandte und ein, auf Rollen gelagertes Regal direkt vor die Tür schob, so dass sie selbst bei einer genaueren Betrachtung des Raumes  nicht sofort erkannt werden konnte.

 

Immer noch grinsend begab sich der bleiche Mann zu der Werkbank an der Westseite des Raumes, auf einer ledernen Unterlage waren einige sehr alte chirurgische Instrumente ausgebreitet, unter anderem ein langes, dünnes Seziermesser, eine Amputationssäge, sowie diverse kleinere Klingen und andere Werkzeuge. Zärtlich strichen die langen, bleichen Finger über das, im harten Neonlicht der Deckenbeleuchtung, funkelnde Metall, Stunden um Stunden hatte er damit verbracht, die alten Werkzeuge der Medizin zu reinigen und sie zu schärfen, bis die Klingen wieder mit Leichtigkeit ihrer ursprünglichen Aufgabe, dem Zerteilen von Fleisch, nachkommen konnten. Und bald schon würde er diese Instrumente aus ihrem langen Winterschlaf erwecken, mit einer Sinfonie aus Schreien und Blut würden sie ihre Rückkehr feiern. Schon der Gedanke daran ließ die bleiche Gestalt erschauern und führte den Blick der rötlich schimmernden Augen, wie von einem Magneten angezogen, zur versteckten Tür. Zwei Tage waren schon vergangen seit er das Mädchen hierher gebracht hatte und bis auf kleiner Erziehungsmaßnahmen mittels eines Schockhalsbandes, von weniger tierlieben Personen zur Hundeerziehung genutzt, hatte er seine Gelüste unter Kontrolle gehalten und das Mädchen nur mit Nahrung und Getränken versorgt. Ansonsten hatte er sie unbehelligt gelassen und darauf gewartet das der Samariter wieder nach Hause kam, doch seine Geduld wurde hart auf die Probe gestellt, da dieser immer noch in der Klinik weilte. Dies hatte den Weißhaarigen auch dazu gezwungen anderweitig aktiv zu werden, da er eine dauerhafte Überwachung der Klinik mit seiner Gefangenen einfach nicht gewährleisten konnte.

 

Langsam wanderte der Blick wieder zurück auf die funkelnden Instrumente, prüfend nahm er das Seziermesser in die Hand, bewunderte für einen Augenblick das, in den Griff eingearbeitete, Elfenbeinstück und prüfte dann die Schärfe der Klinge an seinem linken Daumennagel. Beinahe ohne fühlbaren Widerstand drang die Klinge in das Horn ein, während er in Gedanken kurz zu der Krankenpflegerin wanderte, die er als Informationsquelle aufgetan hatte. Seine Instinkte hatten ihn direkt zu der Frau geführt, er hatte die Aura ihres Verfalls und ihrer Sucht wahrgenommen, schon als er gesehen hatte, wie sie mit fahrigen Bewegungen hektisch durch das Parkhaus der Klinik geeilt war, um sich schon in ihrem Auto die erste Erleichterung in Form einer kleinen Injektion in die Leiste zu gönnen. Deutlich erinnerte er sich an die Aufregung der Jagd, als er sie nach Hause verfolgt hatte und dort mit einer Mischung aus Bestechung und Lügen davon überzeugt hatte, ihn zu benachrichtigen, sobald Thomas das Krankenhaus verließ. Kaum hatte sie das Bündel Geldscheine gesehen, da hatte sie auch schon zugestimmt und sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht seinen gefälschten Presseausweis einer näheren Betrachtung zu unterziehen, ganz genauso wie er sie eingeschätzt hatte. Und schon bald nach ihrer Benachrichtigung würde er das tun, was er bereits bei ihrem Anblick im Parkhaus hatte tun wollen, die passenden Gegenstände hatte er bereits vorbereitet. Verloren in seinen Phantasien stand der Mann mit starrem Blick an der Werkbank, die lange Klinge in seinen Händen vibrierte sacht in seiner rechten Hand, die in der Bewegung erstarrt war.

 

Das laute Summen einer elektrischen Klingelanlage riss ihn abrupt aus seinen Gedanken, ein leises Seufzen entrang sich den blassen, schmalen Lippen. Er verabscheute unangekündigten Besuch, besonders nach einer Sitzung des Nachbarschaftsvereins, aber leider mussten manche Dinge nun einmal getan werden, wenn man unauffällig sein wollte. Widerwillig legte er das Messer zurück auf ihren Platz, auch wenn er es zu gerne benutzt hätte, um dem Störenfried eine dauerhaftes Lächeln ins Gesicht zu schneiden. Vor seinem geistigen Auge konnte er schon sehen, wie die scharfe, glitzernde Klinge sich durch Haut und Muskeln des Gesichtes schnitt, das Blut wie kleine Bäche zum Fließen brachte, während die gurgelnden Schreie des Störenfriedes die Begleitmusik bildeten. Mit einem Kopfschütteln verbannte er diese Bilder wieder aus seinem Bewusstsein und eilte nun mit schnellen Schritten wieder aus dem Keller, nicht ohne auf der Treppe nach oben, wieder die Gestalt von Gerald Cameron anzunehmen.

 

„Moment, ich bin gleich da.“ rief er laut, als er die Küche erreicht hatte und die Kellertür wieder sorgfältig verschloss, um dann weiter zu Eingangstür zu eilen. Inzwischen vermutete er bereits, wer ihn in seiner Ruhe störte und Geralds Mund verzog sich für einen Moment zu einem Ausdruck der Ablehnung, bevor er sich selbst zur Ordnung rief und sich zu einem Lächeln zwang. Wie so oft reichte die Vorstellung eines ehrlichen Lächelns auf dem Weg zur Tür dann aus, um das gezwungene zu einem echten Lächeln zu machen, auch wenn die damit verknüpften Bilder von einem gewöhnlichen Menschen wohl nicht mit einem Lächeln bedacht werden würden. Heftiger als nötig atmend, öffnete er dann die Haustür und blickte direkt auf eine kleine, schlanke Frau, deren mausbraunen Haare zu einem strengen Zopf nach hinten gebunden waren und deren Augen hinter den dicken Gläsern ihrer Brille unnatürlich groß wirkten. Ein schüchternes und verschämtes Lächeln zierte ihre Lippen, die sie wohl gerade vor dem Klingeln noch einmal mit einem farblosen Lippenstift nachgezogen hatte. In ihren Händen hielt sie einen kleinen, oben offenen Karton, in dem allerlei alte, gebundene Bücher lagen.

 

„Guten Tag, Mr. C. Ich hoffe, ich störe Sie nicht, aber ich habe die Bücher, die sie letzte Woche bei uns bestellt haben.“ brachte sie nach einem heftigen Schlucken mit halb erstickter Stimme hervor, sichtlich eingeschüchtert oder gar beeindruck von ihrem Gegenüber, der sie freundlich anlächelte und schon lange die geheime, wie die Frau zumindest dachte, Schwärmerei erkannt hatte. Er verstand zwar weder die Gefühle dieser Frau noch ihre anderweitigen Beweggründe, aber er wusste durchaus, wie er sich zu verhalten hatte.

 

„Janis, das wäre doch nicht nötig gewesen. Sie hätten auch anrufen können und ich hätte sie abgeholt. Aber wenn Sie schon einmal da sind… Kommen Sie doch auf eine Tasse Tee herein. Ich habe sogar etwas Earl Grey im Haus.“ antwortete er mit freundlichem Ton in der Stimme, nur mit Mühe konnte er es vermeiden die Augen zu verdrehen, als Janis ihren Kopf neigte um das Erröten ihrer Wangen zu verbergen. Mit seinem rechten Arm auf das Innere des Hauses deutend, trat er einen Schritt zurück, um so der Frau den Weg freizugeheben

 

„Danke, Mr. C. Das war doch keine Mühe und….  ich hab es gern gemacht.“ Ein freudiges Zittern war in Janis Stimme zu erkennen, als sie mit einem kleinen Seitenblick auf „Gerald“ wie eine Maus ins Haus huschte, woraufhin dieser die Tür hinter ihr ins Schloss drückte und sich innerlich zur Ordnung rief, während er seinen Gast in die Küche führte, um dort den versprochenen Tee zu zubereiten.

 

Und während die Bibliothekarin mit Gerald ihren Earl Grey trank, stopfte sich das kleine Mädchen im Keller mit der Hand den eiskalten Getreidebrei in den Mund. Jeder Bissen wurde von einem leisen Wimmern begleitet und Tränen rannen über das junge, schmutzige Gesicht….

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