Beschreibung
Der Harz ist eine wunderschöne Gegend.
Ich war gerne dort gewesen
© Tscherry 2012-01-03
Eine Reise in den schönen Harz
Es war vor vielen Jahren. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Wir hatten Sommer.
Seit Wochen wurde ich um 6.00 Uhr telefonisch geweckt. Ein Telefon stand im Schlafzimmer auf dem Nachtischschrank. Am Ende der Telefonleitung, war immer die gleiche Stimme zu hören. Ich kannte diesen Mann mit seiner sympathischen Stimme nicht. Leider wusste ich auch nicht, warum er gerade mich anrief. Die Telefonnummer hatte er nicht von mir.
Früh hätte ich meinen Wecker nach ihn stellen können. Es war irgendwie unheimlich. Er fragte mich immer nach meinen befinden. Wir kamen uns telefonisch näher. So erzählte ich ihn, dass ich Angst um meine Firma hatte, Angst um meinen Sohn und vieles mehr. Er hörte mir immer fast 10 Minuten zu und dann verabschiedete sich der Mann.
Irgendwann erzählte er mir, dass er ein Wochenendhaus im Harz hätte. Er machte mir den Vorschlag, einmal in zu besuchen.
Irgendwann erzählte ich meiner Freundin davon. Ich musste mit jemanden reden. Mit meinen Mann war das nicht möglich. Unsere Ehe gab es nur noch auf dem Papier.
Außerdem war ich nervlich sehr überlastet. So erinnerte ich mich, dass meine Mutti als junges Mädchen in Wernigerode zur Kur war. Meine Oma war jede zwei Jahre zur Kur in Bad Sude rode. Sie hatte Staublunge. Beide haben immer vom Harz geschwärmt.
Der junge Mann am Telefon schwärmte ebenfalls von seiner Heimat. Ich war eine sehr vorsichtige Frau. Gerne wollte ich wissen, von wo er anrief. Er wollte mir das alles sagen, wenn ich zu ihm komme. Am anderen Morgen ging ich, bevor es klingelt, zum Haupttelefon. Dort schrieb ich bei seinen Anruf die Nummer auf. Das war in der an dem anderen Telefon nicht möglich. Später stellte ich fest, dass es ein Anruf, aus dem Radiostudio Magdeburg war.
Mein Anrufer wusste davon nichts. Ich fühlte mich ein wenig sicherer und beschloss Wochenende zu fahren. Wir wollten uns in Magdeburg am Hauptbahnhof treffen. Ich fuhr pünktlich zu Hause los und kam auch gut in Magdeburg an. Ich wartete fast eine halbe Stunde, aber der Mann kam nicht. Vielleicht hat er kalte Füße bekommen. Oder er hatte einen Unfall. Ich wusste nicht was ich machen sollte.
Meine Freundin, die ich anrief sagte, ich sollte mich das Wochenende vergnügen.
Von Magdeburg fuhr ich nach Wernigerode. Dort versuchte ich ein Zimmer zubekommen. Es gab kein freies Zimmer mehr. In der Gegend war ein großes Laufvergnügen.
An der Tankstelle wurde mir dann noch ein Zimmer in einer alten Jugendherberge vermittelt. Das war mir egal. Hauptsachen endlich schlafen.
Am anderen Tag fuhr ich mit meinen Auto nach Thale. Die Gegend war bezaubernd. Besonders gefiel mir der Hexentanzplatz. Viel Geld hatte ich nicht mitgenommen. Ich war ja eingeladen. Jedoch hatte ich da Pech gehabt. Vielleicht habe ich den Mann auch verfehlt. Im Sender konnte ich auch nicht anrufen. Ich kannte natürlich seinen Namen nicht. Immer wieder musste ich an diesen Mann denken. Es wäre schön, wenn er bei mir gewesen wäre. Er hätte mir alles erklären können.
Auf dem Hexentanzplatz beobachtete ich eine Menschenmenge. Ich kam näher und sah, dass die Leute ein Geldspiel machten. Das war interessant. Da wurde Geld gewonnen. Ich konnte meine 300 DM verdoppeln. Also spielte ich mit. Natürlich bei meiner Pechsträhne verlor ich mein ganzes Geld. Mit meiner Geldkarte konnte ich auch kein Geld abheben. Das ging nur einmal am Tag. Ich hatte bereits getankt.
Abends ging ich in ein Tanzlokal. Es war sehr schön. An diesen Abend brauchte ich kein Geld. Ich wurde von einem netten Mann eingeladen. Wir wollten uns am anderen Abend wieder treffen.
Am anderen Tag wanderte ich durch den schönen Harz. Eine wunderschöne Gegend, die ich jeden empfehlen kann.
Alleine Wernigerode ist mit seinen Fachwerkhäusern zum Träumen. Ich besuchte historische Gebäude und ein Bergwerk. Abends ging ich erneut in das Tanzlokal. Ich wurde schon erwartet. Auch dieser Abend ließ mich meine Sorgen vergessen.
Am anderen Nachmittag fuhr ich wieder nach Hause.
Es sollte sicherlich so sein, dass ich den Mann vom Telefon verpasste. Er hatte sich auch nicht wieder angerufen.
Die Reise habe ich bis heute in positive Erinnerung behalten.
© Tscherry 2012-01-03