Kurzgeschichte
Murmelnde Muscheln

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"Murmelnde Muscheln"
Veröffentlicht am 09. August 2010, 30 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
Murmelnde Muscheln

Murmelnde Muscheln

Beschreibung

Eine weitere Strandgeschichte, sonst nichts. Hab ich vor knapp einem Jahr am Strand geschrieben, und bisher war sie weitestgehend unveröffentlicht. Irgendwie ist sie mir aber zu schade, um in einer Schublade oder anderswo zu vergammeln. In diesem Sinne also viel Spaß beim Lesen. (Cover: © Waldili / pixelio.de; www.pixelio.de)

Wie ein Schluck Wasser in der Kurve hing Andy auf seinem Hochsitz. Der sandige Strand erstreckte sich vor ihm von links nach rechts wie die größte Line Koks, die je darauf wartete, geschnupft zu werden, und so weit das Auge reichte. Eigentlich ein recht unübersichtliches Unterfangen, doch glücklicherweise sind Badegäste im Wesentlichen nichts weiter als Rudeltiere. Und ein bunt gestalteter Futterstand mit allerlei Cholesterinbomben für das wohlgepflegte Bäuchlein sorgte dafür, dass diese Rudel auch wirklich stets an derselben Stelle herumrudelten. Nämlich dort, wo Andy sie jederzeit unter der Obhut seiner Argusaugen haben würde.

Doch so lässig der Job eines auf seinem güldenen Hochsitz thronenden Bademeisters auch scheinen mag – Andy fand ihn, gelinde gesagt, zum Kotzen. Da war nichts mit der Rettung dickbusiger Blondinen, die sich beim Schwimmen in einen heimtückisch unter dem Wasser lauernden Wickeldraht eingewickelt hatten und nun nur noch von ihren nachträglich integrierten Airbags an der Oberfläche gehalten wurden. Keine schelmischen Neckereien mit weiblichen Kollegen, die immer jung, immer hübsch, immer zu haben und vor allem immer willig waren. Nein, das wahre Baywatch war für Andy etwa so farbenfroh und spannend wie ein Wochenendtrip nach Bitterfeld.

Tatsächlich waren das Höchste der Gefühle Walrösser von betagten Badesüchtigen, die der eigenen, völlig überlasteten Muskulatur zu viel zugetraut hatten und die Andy dann mit sicherem Griff vor dem sicheren Tod durch Ertrinken retten mussten, damit sie den sicheren Herzinfarkt auch garantiert noch erleben könnten. Weitere Highlights waren übereilige Jungspunde, deren Strandsprint durch einen beherzten Ausrutscher in irgendjemandes Kotze abrupt gestoppt worden war, damit Andy sie nun notdürftig verarzten konnte. Immerhin musste er hier nicht ins kalte Wasser hüpfen.

Heute sah der Arbeitstag prinzipiell nicht grundlegend anders aus. Andy schwenkte seinen Langeweile demonstrierenden Leuchtturmblick unter den brütenden Sonnenstrahlen hin und her, weil sich das eben genau so und nichts anders gehörte, wenn man diesen beschissenen Job am Hals hatte, als er urplötzlich eine johlende Horde halbwüchsiger Jungen entdeckte, die im relativ flachen Wasser mit durchnässten Holzscheiten auf eine etwa gleichaltrige aber, zu ihrem Unglück, geschlechtsfremde Daseinsgenossin eindroschen, um höchstwahrscheinlich einen Teil ihrer Aufmerksamkeit erhaschen zu können. Getreu der Devise, wer am kräftigsten draufhaut, hinterlässt den tiefsten Eindruck – wie auch immer die Rotzlöffel sich das vorstellen mochten.

»Hey, ihr da!«, brüllte Andy mit an die Stirn gehaltener Hand von seinem Hochsitz herab. »Lasst das! Aber dalli!«

Natürlich taten sie alles andere, als aufzuhören und kloppten weiter lachend drauf – wie Jungen, die irgendwo kurz vor den großen Toren der Pubertät standen, welche jeglichen Mengen an Respektlosigkeit vor der holden Weiblichkeit den Garaus machen würde, es nun mal taten. Junge Affen mit aufrechtem Gang waren sie, nichts sonst. Und so kletterte Andy wie von der Tarantel gestochen aber dennoch mehr genervt als beschwingt von seinem gemütlich mit Kissen gepolsterten Hochsitz herab, um dem frechen Pack die Ohren gehörig lang zu ziehen.

Rufend und wild winkend hastete er der Szenerie um das kreischende Mädchen und ihre schlagenden Schergen entgegen, um dem Gelage ein jähes Ende zu bereiten.

»Aufhören, sonst gibt’s für jeden von eu- verammt, aua«, rief Andy, den Satz nicht zum Ende bringend, da er sich soeben etwas unangenehm Spitzes in den Fuß getreten zu haben schien, das ihn nun von unten her gehörig piesakte, sobald er den Fuß auf den Sand setzte. Bei seinem Glück würde es ein dicker, rostiger Nagel sein, denn die rettende Tetanusimpfung war – ach, wie wunderbar – bereits fast zwei Jahre überfällig. Doch blieb nun eben keine Zeit, das Ding sorgsam zu entfernen, sonst würde er sogleich nicht nur einen Nagel aus seinem Fuß, sondern vor allem auch eine weichgeklopfte Leiche aus dem Wasser ziehen können. Denn weltunkundige Jungen können bekanntlich unheimlich ehrgeizig sein, wenn es um sportliche Betätigung im Zusammenhang mit dem Beeindrucken zahnspangenbewährter Zopfträgerinnen ihres Alters geht. Und ohnehin war Andy bereits im etwas weniger flachen Wasser – unter Bademeistern auch Pissbereich genannt – angelangt, wo er sich bequem kraulend fortbewegen konnte.

»Sagt mal, habt ihr noch alle Steine auf der Schleuder?«, fuhr er die feixende Horde an, als er sie endlich erreicht hatte. Prompt fiel den Jungen das dämliche Grinsen aus dem Gesicht. Sofort ließen sie ihre provisorisch aufgeklaubten Schlagutensilien sinken und gaben so dem bemitleidenswerten Mädchen die Chance, wieder an die Oberfläche zu gelangen, wo sie nach Luft japste wie ein verstopfter Lüftungsschacht im vollbesetzten Bürogebäude.

Während die Geprügelte nun literweise Wasser zurück ins Meer spie, legten die Jungen ihre unschuldigsten Engelsgesichter auf. Einer der Bande, ein dickbäuchiger Bengel mit Segelohren und aufgeplusterten Wangen wie ein überfüttertes Meerschweinchen, fasste als erster den Mut, sich zu Wort zu melden: »Aber wir haben doch nur Spaß gemacht. Stimmt’s Jule?«

Natürlich konnte die arme Jule nicht antworten, schließlich versuchte sie sich noch immer als Wasserspeier in ungewohnter Umgebung.

»Spaß nennt ihr das also?«, fragte Andy mit absichtlich bedrohlich klingender Stimme in die illustre Runde, den Finger demonstrativ auf das röchelnde Mädchen gerichtet. »Soll ich das mal mit euch machen? Hm? Ich hätte bestimmt auch ungemein Spaß, euch die Rübe einzuschlagen. Wo sind eure Eltern?«

Keine Antwort. Wie üblich. Sobald man die Keule elterlicher Autorität schwang, zogen sie winselnd die Schwänze ein wie geprügelte Straßenköter. Doch das würde ihnen nichts nützen, denn inzwischen waren geschätzte 120 Kilogramm mütterliches Kampfgewicht Gift und Galle spuckend auf ihrem unaufhaltsamen Vormarsch.

»Lasst ihr Rotzbengel wohl meine Tochter in Ruhe?«, kreischte sie mit schriller Blecheimerstimme. »Julia, komm sofort bei Mama!«

Au Backe, dachte Andy, komm bei Mama. Das schlug dem Fass jetzt wirklich den Boden aus. Aber immerhin würde Miss Grammatik sich der Sache nun annehmen, so dass er sich getrost zurückziehen konnte.

»Jetzt könnt ihr euch aber auf was gefasst machen«, sagte er zu den Jungen, die Miss Grammatik mit vor Schreck geweiteten Augen anglotzten, als wäre der alles niederwalzende Tod auf dem direkten Weg zu ihnen. »Ach ja, und sollte ich euch noch mal bei solchem Mist erwischen, befördere ich euch mit dem Tritt eures Lebens vom Strand.«

Diesen wohl unnötigen Einwurf bekam die Bande jedoch nur noch zur Hälfte mit, da Miss Grammatik bereits dabei war, zeternd und kreischend an den fast schon bemitleidenswerten Jungen zu zerren und sie, einen nach dem anderen, unter Was-habt-ihr-euch-dabei-gedacht-Fragen durchzuschütteln wie einen Vanillemilchshake. Und zur Krönung hagelte es schließlich Backpfeifen à la Mama im Trommelfeuer. Ja, für Andy war die Arbeit hier getan. Sehr schön.

Gerade, als sein Eigengewicht sich im flacher werdenden Wasser wieder bemerkbar machte, begannen die Schmerzen in seinem Fuß wieder, ihre unangenehme Daseinsberechtigung einzufordern. Andy hob das betroffene Bein vorsichtig wie ein Flamingo an und schaute auf die Unterseite seines Fußes. Augenblick entspannte sich sein unbewusst verzerrtes Gesicht. Puh, doch kein Nagel, sondern lediglich eine zerbrochene, reichlich spitze Muschel hatte sich in seinen Fuß gebohrt, um es sich dort bequem zu machen. Aber das sollte es jetzt dann auch gewesen sein.

Mit den Fingern bildete Andy eine improvisierte Pinzette und zog die Muschel vorsichtig heraus. Ja, er hatte sie sich wunderbar tief ins Fleisch getreten, wie ihm das Blut verriet, das augenblicklich aus seinem Fuß sprudelte. Na toll, dachte er. Immerhin blieb er von Miss Grammatiks Backpfeifenorgie verschont. Wütend starrte er das kleine Ding an, drehte es hin und her und wollte es gerade wegwerfen, als ihm ein witziges Detail auffiel: Auf der Innenseite der Muschel war ein Buchstabe zu erkennen. Ein sauber geschriebenes »G«, sogar mit Serifen an den Enden. Sehr hübsch. Natürlich war es einfach nur Dreck aus dem Meer, doch ließ er sich nicht mit dem Finger wegwischen und wirkte wirklich wie aufgedruckt. Seltsam, dachte Andy, warf die Muschel anschließend aber dennoch ins Wasser und machte sich mit vorsichtigen Ballerinaschritten auf den Rückweg.

Auf halbem Weg zum Hochsitz trat Andy in einem winzigen Moment der Unachtsamkeit auf eine weitere Muschel. Die Biester mussten sich heute wirklich gegen ihn verschworen haben. Glücklicherweise hatte diese hier keine Ecken und Kanten. Muss eine männliche Muschel sein, schoss es ihm durch den Kopf, und er musste prompt grinsen. Er hob sie auf, um sie wegzuwerfen, damit sie sich nicht doch noch dazu entschied, zu zerbrechen und in jemandes Fuß stecken zu bleiben, gerade, da sie doch recht groß war und einen netten Dolch ergeben hätte. Als er schließlich zum Wurf ansetzen wollte, entdeckte Andy, dass sich in der Muschel wieder ein Buchstabe aus Schmutz gebildet zu haben schien: Diesmal ein »E«.

G-E? Andy dachte für einen Moment nach und entschied, dass es wohl doch nur Zufall gewesen sein würde. Dennoch konnte es nicht schaden, noch eine weitere Muschel zu suchen. Erstens war, solange nicht wieder irgendwelche Rabauken Randale machten, nicht wirklich viel zu tun und zweitens waren aller guten Dinge doch immer drei. Mit Radaraugen ging er ein Stück weit den Strand auf und ab, stupste mit den Füßen den Sand auf und fand schließlich einige Meter von der E-Muschel entfernt eine weitere. Er hob sie auf, drehte sie um und- tatsächlich! Dieses Mal war es ein »H«. War das jetzt noch Zufall? G-E-H? Geh. Hm, sollte er gehen? Aber wohin? Andy beschloss, noch einige weitere Muscheln zu sammeln. Immerhin würde so die Zeit etwas schneller vergehen, wo sie doch sonst nur allzu gern wie eine Schnecke dahin kroch, die ihre beste Zeit bereits hinter sich hatte.

Nach einigem Auf- und Ablaufen fand Andy tatsächlich noch eine ganze Menge größerer Muscheln. Seinem gut in Schuss gehaltenen Mannesgedächtnis sei Dank, konnte er sich die Buchstaben, die sie enthielten - und sie ALLE enthielten Buchstaben - recht gut merken. Und er hatte sogar Spaß dabei, denn dies hier war wie eine kleine Runde "span style="font-style: italic;""Ich packe meinen Koffer"/span", nur besser.

Irgendwann jedoch, fand er auch nach längerem Suchen keine Muscheln mehr. Und so ging Andy die Reihe der Buchstaben wie von selbst im Kopf durch: G-E-H-A-M-S-T-R-A-N-D-N-A-C-H-L-I-N-K-S. Nach einigen Überlegungen ergab das sogar Sinn: »Geh am Strand nach links.« Natürlich war das Unsinn, denn Muscheln konnten nicht reden. Doch dafür, dass sie es nicht konnten, waren sie im Gegensatz zu so manch anderem hier immerhin in der Lage, einen grammatikalisch einwandfreien Satz zu bilden. Gar nicht übel für herumliegende Dinger, die man sich in den Fuß treten konnte, wie Andy fand.

Sollte er also wirklich nach links gehen? Was sollte das bringen? Und wohin würde es führen? Doch ach, wie hatte seine Mutter schon immer gesagt? Frag nicht so viel. Halt die Klappe und iss endlich deinen Rosenkohl. Die gute, weise Mama. Einen Song der Beach Boys pfeifend, schlurfte Andy eine ganze Weile über den von der Sonne aufgeheizten Sandstrand. Natürlich war da nichts. Keine an den Strand gespülten Schätze, keine spannenden Schiffswracks und auch keine Lotterielose mit Gewinngarantie. Toll. Gerade wollte Andy sich wieder umdrehen, um es sich in den Kissen auf seinem Hochsitz gemütlich zu machen, bis sein bereits verspäteter Kollege ihn ablösen würde, da stach ihm ein kleines Häufchen weiterer Muscheln ins Auge. Ob die wohl auch was zu erzählen hatten, fragte er sich und ging wie gebannt auf sie zu. Er hob eine auf und, ja, auch sie wollte offensichtlich mit ihm sprechen: »S«. Also das gleiche Spiel von vorn. Nur musste er dieses Mal nicht lange suchen, denn schließlich lagen die Dinger direkt vor ihm wie Austern auf einem Teller.

Nachdem er den Stapel der kleinen, mitunter scharfkantigen, Muscheln abgearbeitet hatte, setzte Andy wiederum die Buchstaben aneinander: S-C-H-A-U-N-A-C-H-L-I-N-K-S, was wohl »Schau nach links« heißen musste. Und so richtete er seinen verwundert wirkenden Blick nach links und erblickte, nun, einen ganzen Haufen Sand. Oh, Sand, dachte er. Super. Nichts als Sand- und- hey, etwas weiter hinten lag eine junge Frau einsam und etwas abseits vom Rest der Strandmeute auf ihrem Strandtuch. Ganz offenbar keines dieses schwimmenden Butterfässer, sondern durchaus nett anzuschauen. Sie war in ein Buch vergraben und beachtete Andy nicht weiter, der wie ein begossener Pudel weiter unten am Wasser stand und sie reichlich dümmlich anstarrte.

»Was, die soll ich sehen?«, sprach er zu sich selbst. Oder sprach er mit den Muscheln? Falls ja, würde er sich das natürlich nie eingestehen. Verwundert blickte er zu Boden, als würde er dort die Antwort finden und fand sie auch. Huch, dachte er, das lag doch eben noch nicht hier. Tatsächlich lag ein neues Häufchen Muscheln direkt vor seinen Füßen – genau dort, wo noch eben der andere Stapel gelegen hatte, bevor er ihn, nun ja, gelesen hatte. Er hob die Muscheln Stück für Stück auf, und abermals sprachen sie. »Ja, genau die!«, sagten sie. Wieder sah er die junge Frau an und fragte: »Was ist mit der?«

Andy schaute zu Boden und natürlich lag ein neues Häufchen Muscheln dort. Ein wenig gruselig war das hier ja schon, fand er. Oder die Sonne hatte einfach nur getan, was sie gut konnte, nämlich ihm einen ihrer gefürchteten Stiche zu verpassen. Vielleicht wühlte er in Wahrheit gerade in einem großen Haufen Hundescheiße und wurde längst von einer Traube Menschen ausgelacht, die sich neben ihm versammelt hatte. Dennoch hob Andy die Muscheln auf und las sie. Sie sagten: »Sprich sie an!«

»WAS?«, rief er fast zu laut und hielt sich eine Hand vor den Mund. Weshalb sollte er sie ansprechen? Das könnte ungemein peinlich werden, würde es wahrscheinlich auch. Doch andererseits machte er sich in Wahrheit ganz bestimmt sowieso gerade unter dem Einfluss seines Sonnenstichs zum Affen - und das, ohne dass er es merkte, also was hatte er zu verlieren? Und nett anzuschauen war sie ja schon.

Nun denn, dann hieß es also, Rücken durchstrecken, die Schultern nach hinten und sicheren Schrittes auf in den Kampf. Langsam und so gelassen, wie es ihm angesichts sprechender Muscheln jetzt möglich war, ging Andy auf die junge Frau zu, die noch immer in ihr Buch vertieft war.

»Ähm, hi. Was machst du denn hier?«, sprach er sie an und hätte am liebsten sofort das Weite gesucht. Was würde sie hier wohl machen? Um Kaffeetassen auszuspülen war sie ganz gewiss nicht da.

»Hallo«, erwiderte sie und sah Andy von unten her lächelnd an. Sie legte das Buch zur Seite und hielt sich eine Hand als Schutz vor der Sonne über die Augen. »Was ich hier mache? Na ja, sicher keine Kaffeetassen ausspülen, oder? Du stellst Fragen. Was ist denn?«

Tja, was war denn überhaupt? Was sollte er nun sagen? Seine Mutter hatte immer gesagt, Lügen hätten kurze Beine. Nun hatte Andy nie oft gelogen und dennoch keine sonderlich langen Beine bekommen. Die Welt war einfach undankbar. Dennoch hatte Mama natürlich Recht gehabt, also sagte er spontan: »Die Muscheln meinten, ich soll dich ansprechen.«

Darauf zog sie den Mund nach unten, als würde sie sich vor einem seltsamen Tier mit viel zu vielen Beinen und ebenso vielen Augen ekeln und zog eine Augenbraue hoch. »Die Muscheln also.«

»Ja, ganz im Ernst. Da standen Buchstaben drin, und die meinten, ich soll hierher kommen und mit dir reden«, sagte Andy, der nun spürte, wie ihm vor Unsicherheit das Herz in die Hose rutschte. Dieses Mädel hier war wirklich ausgesprochen hübsch. Ihr langes, blondes Haar war leicht gewellt und legte sich bis über ihre Schultern, deren heller Haut die Sonne scheinbar nichts anhaben konnte, außer sie zu färben wie einen Hummer im Kochtopf.

»Du hast einen Sonnenstich, was?«, fragte das Mädchen, und ihr Tonfall verriet, dass sie diese Frage durchaus sehr ernst meinte.

»Nein, wirklich nicht«, verteidigte Andy sich und schüttelte abwehrend die Hände. Himmel, wünschte er sich jetzt weit fort. Am besten dorthin, wo die Kaiserpinguine in froher Geselligkeit ihr Dasein fristeten.

»Und weshalb sollst du mit mir reden?«, fragte sie und setzte sich auf. Aha, ein Anzeichen von Interesse. Na immerhin, dachte Andy, der sich doch sehr unbehaglich fühlte.

»Da müsste ich noch mal nachschauen gehen«, sagte er und schlug sich eine Hand vor den Mund. Doch dann bemerkte er, dass das Mädchen nun nicht anders konnte, als zu kichern. Und so löste sich seine Anspannung ein wenig. »Soll ich?«, fragte er.

»Na dann mal los, Chef«, scherzte sie und lächelte belustigt.

»Na gut!« Andy ging einige Schritte weit zurück. Tatsächlich entdeckte er sofort ein weiteres Häufchen Muscheln. Er bückte sich und hob sie, eine nach der anderen auf. Dann drehte er sich zu dem Mädchen, das ihm nun zusah, zurück und rief: »Die meinen, ich soll dich fragen, ob du mit mir ausgehen willst.«

Sofort stieß sie ein lautes Lachen aus. Hoffentlich ein nett gemeintes, dachte Andy, dem angst und bange wurde. »Na du gehst aber ran!«, rief sie zurück.

»Aber wenn’s doch hier so steht?« Andy musste so allmählich auch grinsen. Ihr Lächeln hatte irgendwie eine auflockernde Wirkung auf ihn.

»Solltest du nicht zuerst einmal wissen, wie ich heiße, bevor ich mit dir ausgehe?«, fragte sie, verschränkte die Arme und legte den Kopf leicht auf die Seite.

»Oh«, stieß Andy hervor und ohrfeigte sich innerlich von allen erdenklichen Seiten. Er beschloss, wieder etwas näher zu ihr zu gehen und fragte sie höflich nach ihrem Namen.

»Na gut«, sagte sie. »Ich heiße Jennifer. Also eigentlich. Kannst mich aber auch Jenny nennen. Das tun sowieso alle.«

»Okay, dann also Jenny. Und, hast du jetzt Lust, mit mir auszugehen, Jenny? Ich meine, ich würde das nie so fragen, aber die Muscheln hörten ja nicht auf zu nerven, weißt du? Und na ja-«

»Schon gut«, beruhigte sie ihn. »Eigentlich mag ich ja die direkte Art. Und vielleicht würde ich sogar ja sagen, allerdings hätte mein Freund wohl was dagegen.«

Augenblicklich fiel Andy das Lächeln aus dem Gesicht und klatschte deprimiert in den Sand, um dort elend zu verenden, sofern es irgendjemand aufhob und damit seine enttäuschte Schnute überklebte. »Oh, dein Freund. Tja, hm. Hast du den gar nicht mitgebracht?«

»Doch, doch«, antwortete Jennifer und zeigte nach rechts, dorthin, wo der Großteil der Badenden sich wuselnd herumtrieb. »Der ist vorhin surfen gega-", sagte sie und brach ab. Sie kniff die Augen zusammen und stand blitzschnell auf. Plötzlich rannte sie los, an Andy vorbei und dem Strand entgegen. Andy blickte ihr verwundert nach und entdeckte dann, was sie hochgerissen haben musste. Am Strand lag jemand bewusstlos herum. Einige Schaulustige hatten sich versammelt und stritten sich um den Platz in der ersten Reihe, während irgendjemand an dem Typ am Boden herumdokterte. Sofort rannte Andy dem Mädchen, das er soeben kennen gelernt hatte, nach.

»Das- das ist mein Freund«, stammelte Jennifer, die nun neben dem Mann stand, der noch immer regungslos am Boden lag. Der Helfer, den Andy als seinen verspäteten Kollegen erkannte, versuchte es gerade mit Mund-zu-Mundbeatmung und einer eleganten Herzmassage. Doch da der arme Kerl hier bereits so blau wie ein Fass Tinte von innen war, würden die geschmeidig choreographierten Maßnahmen wohl ohne Wirkung bleiben.

»Hmm«, hmmte Andy und ergänzte: »Na ja, ich würde sagen, das WAR dein Freund. Da kann mein Kollege wohl auch nichts mehr machen.«

»Sieht wohl so aus«, sagte Jennifer mit hoffnungslos klingender Stimme und machte ein Gesicht wie zehn Tage Regenwetter. »Wie, DU bist hier der Bademeister?«

Andy rutschte wieder das Herz in die Hose. Jetzt würde es Ärger geben. Aber Lügen waren schlecht, hatte Mama bekanntermaßen gesagt, also antwortete er wahrheitsgemäß: »Ja, das bin ich wohl.«

Doch statt ihn anzufahren, sah Jennifer lediglich auf ihren reichlich toten Freund und ließ die Arme baumeln wie lose Wäscheleinen bei Windstille. Eine Weile schwieg sie, dann stampfte sie plötzlich mit dem Fuß auf. »Nicht schon wieder«, murmelte sie.

»Schon wieder?«, fragte Andy. »Passiert dir das etwa öfter?«

»Na ja, ist jetzt schon das dritte Mal. Der davor bekam beim Karaoke einen tödlichen Schlag aus dem Mikrofon, und der vor ihm ging an einer Alkoholvergiftung zugrunde.«

»Autsch!«, entfuhr es Andy. Zeit für tröstende Worte, dachte er. »Andererseits bist du dann immerhin schon dran gewöhnt, würde ich sagen.«

»Stimmt auch wieder. Und eigentlich kannte ich den hier ja auch noch gar nicht so lange. Hm, wie war das mit der Einladung?«, fragte sie und sah Andy an. Ihr Blick hellte sich plötzlich auf, während ihr Mund ein leichtes Grinsen zu formen begann.

»Ach, komm. Das besprechen wir weiter hinten. Da ist weniger los.«

Sie gingen zurück zu der Stelle, an der Jennifer ihr Strandtuch ausgebreitet hatte, während Andy Kollege sich vergeblich an der blau angelaufenen Wasserleiche abmühte.

»Bekommst du jetzt nicht Ärger, weil du nicht aufgepasst hast?«, fragte Jennifer.

»Hm, nö. Meine Schicht ist eh vorbei. Mein Kollege wäre dran gewesen. Der kam zu spät, und weil er ein schlechtes Gewissen hat, hampelt er jetzt da hinten wie wild an deinem Freund, ähm, EX-Freund herum. Wenn, dann kriegt der den Ärger.«

»Ach, dann ist ja gut«, sagte sie und klopfte Andy auf die Schulter. »Also, was ist jetzt?«

»Ja, die Einladung«, erinnerte er sich. »Hättest du denn Lust? Heute Abend?«

»Jetzt hab ich ja Zeit. Und nun ja, ein bisschen Ablenkung wär doch schön. Wie heißt du überhaupt? Hab ich gar nicht gefragt.«

»Ich heiße Andy. Hab wohl vergessen, mich vorzustellen. Aber das stand eben nicht in den Muscheln.«

Das brachte Jennifer wieder zum Kichern. »Du bist echt eine Ulknudel«, sagte sie.

»Danke«, erwiderte Andy und setzte sein stolzes Lächeln auf. »Hast du denn Lust, was mit einer Ulknudel zu unternehmen? Wir könnten, hm, uns ordentlich die Hucke zusaufen und anschließend in eine Karaokebar gehen. Ich sing dir dann »Surfin‘ USA« vor. Ist mein Lieblingslied. Na, wär das was?«

Während Andy schelmisch grinste, brach Jennifer in lautes Lachen aus. »Himmel, bist du makaber«, sagte sie. In ihren Augen lag jedoch keine Bosheit, sondern ein freundlicher, einladender Glanz.

»Och, ich dachte, ich mache lieber gleich reinen Tisch. Außerdem können wir dann schon mal mein Glück bei dir auf die Probe stellen. Im schlimmsten Fall werde ich Nummer vier«, sagte er und zwinkerte ihr zu. »Also, was sagst du?«

»Abgemacht«, sagte Jennifer und schlug ihm mit der Hand neckisch auf die Brust.

Unten am Wasser hatten sich derweil dutzende Muscheln angesammelt, die den Beiden wie gebannt zusahen. Das hatte ja vorzüglich geklappt, dachten sie und schüttelten sich vor Freude, dass es nur so klapperte.

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Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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PhanThomas Re: Ein -
Zitat: (Original von Luzifer am 05.07.2012 - 22:17 Uhr) phanthomastischer Humor vom Feinsten. ^^
Zu Anfang dachte ich noch, dass du dieses Rudel die große Line tatsächlich reinpfeifen lassen würdest, was ein wirklich interessantes Bild darstellt, aber scheinbar waren sie nicht so auf einen Tripp versessen. *g*
Und aber der Stelle "Nicht schon wieder" konnte ich nicht mehr vor lachen. Das war einfach so typisch und doch unerwartet.
Tapfere Muscheln. Haben einen Kameraden von ihnen für eine gute Sache geopfert. =)

Beste Grüße
Luzifer

Hey Luzi,

ach du liebe Güte, du wühlst ja wirklich ganz, ganz weit unten. :-D Die Geschichte hier ist für mich gewissermaßen was Besonderes. Einen Grund kann nicht nennen, ein anderer aber ist, dass dies die einzige Geschichte ist, die ich mit Stift und Papier bewerkstelligt habe. Da saß ich im Urlaub am Strand und wurde dauernd gefragt, was ich denn da täte.

Freut mich übrigens auch sehr, dass der Humor bei dir ankommt. Viele Leser fanden's ja irgendwie blöd, dass das Mädchen so reagiert, wie's das eben tut. Aber eigentlich ging's ja genau drum, dass sie nicht total erschüttert sein sollte. Ich weiß nicht, ich mag diese Art Humor sehr gern. Das ist wie "Sie haben Kenny getötet!" usw.

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Ein - phanthomastischer Humor vom Feinsten. ^^
Zu Anfang dachte ich noch, dass du dieses Rudel die große Line tatsächlich reinpfeifen lassen würdest, was ein wirklich interessantes Bild darstellt, aber scheinbar waren sie nicht so auf einen Tripp versessen. *g*
Und aber der Stelle "Nicht schon wieder" konnte ich nicht mehr vor lachen. Das war einfach so typisch und doch unerwartet.
Tapfere Muscheln. Haben einen Kameraden von ihnen für eine gute Sache geopfert. =)

Beste Grüße
Luzifer
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: -
Zitat: (Original von AnneNowhere am 14.01.2011 - 14:51 Uhr) Sprechende Muscheln? Also dein Andy sollte sich mal mit meinem Morti kurzschließen :D
Ansonsten, wie immer großartig, ich gebe zu, ich habe mir heute mal den Spaß gemacht zu gucken, ob du auch Geschichten hast, die nicht von allen mit 5 bewertet wurden, also stieß ich auf die hier und ich grinse wirklich nur über die eine Nicht-Fünf, manche Leute ham anscheinend keinen Humor XD

So, ich wühl mich dann mal weiter :D

Hallo Anne,

danke schön. :-) Die Geschichte hab ich auf Rhodos geschrieben. Da fiel mir auf, dass gar keine Muscheln am Strand lagen, und das war dann quasi auch schon die Idee. Hihi, schön, dass der Humor deinen Geschmack trifft!

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: who the fuck is andy^^ -
Zitat: (Original von Samsarat am 17.08.2010 - 19:34 Uhr) etwas schade ist, dass du den übersinnlichen Einschlag durch die gar mit Serifen verzierten Buchstaben komplett ins Leere laufen lässt.. Mit dieser Erwartungshaltung spielst du ja sicherlich, um dann in schnöden Prgamatismus sich zu ergehen.
Der eine Freund ist tot, nehmen wir die anderen 3 Milliarden ^^
Jenny lässt sich sicherlich so darstellen.
Aber jemand wie dein Andy, ignoriert entweder die Muschelgeschichte komplett- egal ob mit Serifen, Goldeinschlag oder sonstigen Verzierungen; schließlich hat die erste ihm den Fuss aufgerissen. Oder er sucht nach der tieferen Bedeutung jener Begebenheit- und auf so einer Sinnsuche lässt es einen nicht kalt, wenn einem eine Wasserleiche gar zum Vorteil gereicht.
Mit andern Worten- der Wesenszug und die draus resultierende handlungvon Andy ist zu abstrakt für Beppa^^
Und ja, Muscheln koennne verdammt scharfkantig sein^^

aber deine welteneerschaffende, blumige sprache.. einmal mehr 1 A;-)

Hallo Herr Sams,

besten Dank! :-) So hab ich das noch gar nicht betrachtet. Also das Geheimnis um die Muscheln aufzuklären, wäre mir im Traum nicht eingefallen. Ich weiß nicht, du nennst es Pragmatismus, aber eigentlich sind doch die Muscheln nur Mittel zum Zweck. Vielleicht ist es mein etwas abstruser Humor, aber mir liegt's fern, auch nur annähernd zu erklären, weshalb die Muscheln sich so verhalten. Vielleicht mögen sie Andy einfach. ;-)

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Uiiiii -
Zitat: (Original von hanni86 am 17.08.2010 - 19:11 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 18:59 Uhr)
Zitat: (Original von hanni86 am 17.08.2010 - 13:57 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 09:26 Uhr) Bohnige Morgengrüße, würde ich meinen! War's nicht Bud Spencer, der die Bohnen mit dem Kochlöffel direkt aus der Pfanne aß? Oder beide sogar? Hmm, und du meinst also, wir sollten statt 'nem Eis lieber eine Pfanne Bohnen verputzen? Na da bin ich doch glatt dabei. :-D

Liebe Grüße
T-Bohn(e)

Ich meine zu wissen, dass sie beide aus der Pfanne gelöffelt haben. xD Kann's "Vier Fäuste für ein Haleluja" gewesen sein??
Eis oder Bohnen ist aber natürlich eine schwierige Entscheidung...sehr empfehlen kann ich ja die Bohnen in einen Bourito zu füllen und ne Jalapeño dazuzuwerfen auch wenn das einem Sakrileg gleichkommt aber hier sollten wir wohl keine Rezepte austauschen. :-D
Seufz, ich habe soeben sinniert, das Eis kann sich brausen, ich wär für die Pfanne zu haben - aber nur wenn auf Teller oder anderes unnötiges Gedöns verzichtet wird, mein Herr!
Hiermit empfehle ich mich und wünsche einen gediegenen Dienstagnachmittag,
Johanna Bo(h)naparte

Ja, mich deucht, sie haben beide Bohnen aus der Pfanne verputzt. Mit dem guten hölzernen Kochlöffel. Mhhh. Eben beim Einkaufen hielt ich übrigens nach Baked Beans Ausschau, allerdings wollte der Discount-Markt mit seinem schmalen Sortiment solcherlei nicht hergeben. Na ja.
Also gut, du und ich und eine Pfanne Bohnen. Dazu ein düsterer Blick, den Hut hochgeschoben und natürlich der obligatorische Kochlöffel. Na wenn das kein Bild für die Götter ist!? :-)

Bo(h)nsoir,
Thomas

Auf dieser Seite der Grenze hat der Supermarkt auch gähnende Leere bewiesen was Baked Beans betrifft, jedoch nicht mit meiner Wandelbarkeit gerechnet. Eine Dose Chili con Carne, eine Packung Tortillafladen, drei Freunde und ein paar Flaschen Bier mussten das Zeitliche segnen, also die Freunde weniger als die anderen Dinge und so und überhaupt.
Die Pfanne, grins, das scheint mir tatsächlich was zu sein auf das ich mich in düstren Frühherbsttagen freuen kann. Die Flasche Tabasco bring ich übrigens gerne mit. Mal schaun was du vertragst, Junge. :-D

Bo(h)n appetit,
Hanni

Haha, jetzt musste ich aber laut lachen, was die dran glaubenden Freunde betrifft. Klingt nach einer gemütlichen Veranstaltung. Warum hockt meine Wenigkeit dagegen über drei Stunden in einem Meeting, dabei auf der einen Seite mit dem steigenden Blasendruck und auf der anderen Seite mit der anwachsenden Müdigkeit kämpfend? *seufz* Nun ja, es ist nicht leicht. Ach, und das mit dem Tabasco ist gebongt! Ich steck einiges weg, Madame! :-)

Ein Grüßlein als Bo(h)nus für dich
»T«
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hanni86 Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Uiiiii -
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 18:59 Uhr)
Zitat: (Original von hanni86 am 17.08.2010 - 13:57 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 09:26 Uhr) Bohnige Morgengrüße, würde ich meinen! War's nicht Bud Spencer, der die Bohnen mit dem Kochlöffel direkt aus der Pfanne aß? Oder beide sogar? Hmm, und du meinst also, wir sollten statt 'nem Eis lieber eine Pfanne Bohnen verputzen? Na da bin ich doch glatt dabei. :-D

Liebe Grüße
T-Bohn(e)

Ich meine zu wissen, dass sie beide aus der Pfanne gelöffelt haben. xD Kann's "Vier Fäuste für ein Haleluja" gewesen sein??
Eis oder Bohnen ist aber natürlich eine schwierige Entscheidung...sehr empfehlen kann ich ja die Bohnen in einen Bourito zu füllen und ne Jalapeño dazuzuwerfen auch wenn das einem Sakrileg gleichkommt aber hier sollten wir wohl keine Rezepte austauschen. :-D
Seufz, ich habe soeben sinniert, das Eis kann sich brausen, ich wär für die Pfanne zu haben - aber nur wenn auf Teller oder anderes unnötiges Gedöns verzichtet wird, mein Herr!
Hiermit empfehle ich mich und wünsche einen gediegenen Dienstagnachmittag,
Johanna Bo(h)naparte

Ja, mich deucht, sie haben beide Bohnen aus der Pfanne verputzt. Mit dem guten hölzernen Kochlöffel. Mhhh. Eben beim Einkaufen hielt ich übrigens nach Baked Beans Ausschau, allerdings wollte der Discount-Markt mit seinem schmalen Sortiment solcherlei nicht hergeben. Na ja.
Also gut, du und ich und eine Pfanne Bohnen. Dazu ein düsterer Blick, den Hut hochgeschoben und natürlich der obligatorische Kochlöffel. Na wenn das kein Bild für die Götter ist!? :-)

Bo(h)nsoir,
Thomas

Auf dieser Seite der Grenze hat der Supermarkt auch gähnende Leere bewiesen was Baked Beans betrifft, jedoch nicht mit meiner Wandelbarkeit gerechnet. Eine Dose Chili con Carne, eine Packung Tortillafladen, drei Freunde und ein paar Flaschen Bier mussten das Zeitliche segnen, also die Freunde weniger als die anderen Dinge und so und überhaupt.
Die Pfanne, grins, das scheint mir tatsächlich was zu sein auf das ich mich in düstren Frühherbsttagen freuen kann. Die Flasche Tabasco bring ich übrigens gerne mit. Mal schaun was du vertragst, Junge. :-D

Bo(h)n appetit,
Hanni
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PhanThomas Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Uiiiii -
Zitat: (Original von hanni86 am 17.08.2010 - 13:57 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 09:26 Uhr) Bohnige Morgengrüße, würde ich meinen! War's nicht Bud Spencer, der die Bohnen mit dem Kochlöffel direkt aus der Pfanne aß? Oder beide sogar? Hmm, und du meinst also, wir sollten statt 'nem Eis lieber eine Pfanne Bohnen verputzen? Na da bin ich doch glatt dabei. :-D

Liebe Grüße
T-Bohn(e)

Ich meine zu wissen, dass sie beide aus der Pfanne gelöffelt haben. xD Kann's "Vier Fäuste für ein Haleluja" gewesen sein??
Eis oder Bohnen ist aber natürlich eine schwierige Entscheidung...sehr empfehlen kann ich ja die Bohnen in einen Bourito zu füllen und ne Jalapeño dazuzuwerfen auch wenn das einem Sakrileg gleichkommt aber hier sollten wir wohl keine Rezepte austauschen. :-D
Seufz, ich habe soeben sinniert, das Eis kann sich brausen, ich wär für die Pfanne zu haben - aber nur wenn auf Teller oder anderes unnötiges Gedöns verzichtet wird, mein Herr!
Hiermit empfehle ich mich und wünsche einen gediegenen Dienstagnachmittag,
Johanna Bo(h)naparte

Ja, mich deucht, sie haben beide Bohnen aus der Pfanne verputzt. Mit dem guten hölzernen Kochlöffel. Mhhh. Eben beim Einkaufen hielt ich übrigens nach Baked Beans Ausschau, allerdings wollte der Discount-Markt mit seinem schmalen Sortiment solcherlei nicht hergeben. Na ja.
Also gut, du und ich und eine Pfanne Bohnen. Dazu ein düsterer Blick, den Hut hochgeschoben und natürlich der obligatorische Kochlöffel. Na wenn das kein Bild für die Götter ist!? :-)

Bo(h)nsoir,
Thomas
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hanni86 Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Uiiiii -
Zitat: (Original von PhanThomas am 17.08.2010 - 09:26 Uhr) Bohnige Morgengrüße, würde ich meinen! War's nicht Bud Spencer, der die Bohnen mit dem Kochlöffel direkt aus der Pfanne aß? Oder beide sogar? Hmm, und du meinst also, wir sollten statt 'nem Eis lieber eine Pfanne Bohnen verputzen? Na da bin ich doch glatt dabei. :-D

Liebe Grüße
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Ich meine zu wissen, dass sie beide aus der Pfanne gelöffelt haben. xD Kann's "Vier Fäuste für ein Haleluja" gewesen sein??
Eis oder Bohnen ist aber natürlich eine schwierige Entscheidung...sehr empfehlen kann ich ja die Bohnen in einen Bourito zu füllen und ne Jalapeño dazuzuwerfen auch wenn das einem Sakrileg gleichkommt aber hier sollten wir wohl keine Rezepte austauschen. :-D
Seufz, ich habe soeben sinniert, das Eis kann sich brausen, ich wär für die Pfanne zu haben - aber nur wenn auf Teller oder anderes unnötiges Gedöns verzichtet wird, mein Herr!
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