Beschreibung
Will mit dem Text nur sagen, dass man Finger von Drogen lassen sollte. Menschen meinen vielleicht, dass das Gefühl, welches sie bekommen, toll ist. Doch sie werden ihr Leben nach und nachverfluchen...(zumindestens ist das meine Vorstellung von kommender Spätwirkung)
I wake up, it's a bad dream,
No one on my side,
I was fighting
But I just feel too tired
to be fighting,
guess I'm not the fighting kind.
Wouldn't mind it
if you were by my side
But you're long gone,
yeah you're long gone now.
....
\"have a good dream...\"
Der Wind streifte durch die staubigen Vorhänge der Küche und schlug vergeblich gegen die quietschende Tür. Ein nächtliches Raunen von der Straße, lenkte von den fallenden Tropfen des kaputten Wasserhahns ab. Ein weiterer Luftzug hob die Vorhänge, senkte sie wieder und setzte seinen Weg fort zur Tür, um wieder vergeblich dagegen zustoßen.
Der Himmel war dunkel und zweifelnd schimmerten die Sterne der Nacht auf ihm. Eine flackernde und schwache Lampe versuchte noch ein bisschen Licht in der Küche zu behalten.
Ein schwacher Blick streifte den offenen Kühlschrank und zeigte, dass er leer war. Der dritte Luftzug durch die kleine Küche, ließ ihn aufatmen. Etwas in der flüsternden Stimme des Windes rief ihn. Sein schwerer Atem war das dritte Geräusch der im Zimmer zirkulierenden Akustik. Sein Oberkörper lag schwach auf dem wackeligen Tisch, mit dem Kopf lag er auf seinem ausgestreckten linken Arm, mit der rechten Hand fuhr er durch eine Kerbe auf dem Tisch und blickte seine Ringe an.
Seine Haarsträhnen kamen bei seiner Rundschau in den Weg, aber er war zu schwach um diese aus dem Weg zu schaffen, deswegen schloss er die Augen nur noch und öffnete seinen Mund um wenige Millimeter. Sein Atem war flach und es gefiel ihm nicht, denn die wenige Luftzufuhr ließ ihn nur noch schwächer werden.
Mit dem vierten Luftzug drang etwas mit lautem Knall in die Küche ein. Scherben klirrten und zersprangen auf dem Boden, wo sie nochmals durch schwere Stiefel zertreten wurden. Der stinkende Rauch einer Zigarette zog sich mit in die Küche und die Lampe gab im letzten Moment ihnen Geist auf…
„Guten Morgen, Ilya…“, die weiche Frauenstimme riss ihn unsanft aus dem Schlaf, ihre sanften Hände fassten ihn unangenehm an und setzten ihn in einem Ledersofa auf. „Reißen sie sich wenigstens für fünf Sekunden zusammen!“, die glänzend blauen Augen der Frau faszinierten den verschlafenen Jungen, in welche er hinein starrte, als wäre es ein Meer in dem er sich verfangen hatte. Das Gesicht der Frau mit den tiefblauen Augen war schön geformt und erinnerte an einen reifen Pfirsich, ihr Körper verlief geschmeidig und zeugte von Disziplin in Ernährung und Sport.
„Ich…“, er versuchte zu sprechen, doch der schlanke Finger der Schönheit landete sofortig auf seinen Lippen und ließ ihn wieder schweigen.
So schön die Frau auch für den russischen Jungen war, umso schlimmer waren die Schmerzen der eintretenden Nadel in seinen Arm, an dem sie rumhantierte.
Noch mit verschwommener Wahrnehmung kreiste Ilyas Blick durch den Raum. Viel Holz und viel Leder fand man in dem Raum. Wo es nur ging wurden diese Materialien mit großem Vorzug genutzt und hingesteckt. „So, fertig!“, mit einem Klatscher auf den Einstich stand die Schönheit auf, rückte ihren businessmäßigen Rock zurecht und sah Ilya dann an. Sie entblößte zwei Reihen gebleichter, weißer Zähne. Der Geruch von Holzpolitur und Leder ging Ilya nicht aus der Nase. Er verstand noch nicht wo er war, doch er wusste, dass es nicht mehr sein Haus war.
Als er dann vor der Tür stand und durch den langen weißen Gang starrte, war er ganz sicher, dass es nicht seine staubige und verwanzte Wohnung war, die er nur beziehen konnte, weil er seinen Stoff verkaufte. Das schwach ausgeprägte Gefühl von Gleichgewichtsstörung breitete sich in seinem Organismus aus und er lehnte sich gegen die Wand. Er wollte hinter sich greifen und eigentlich die Türklinke in der Hand haben, doch er spürte nur genau den gleichen Verputz der Wand, welcher auch 360 Grad um ihn herum zu finden war.
„Wo…bin ich?“, kurz wurde ihm schwindelig und er griff ins Leere, um sich vergeblich festhalten zu wollen, er stürzte zu Boden. Etwas in seinem Hals kratzte so arg, dass er gerne die Hand reinstecken wollte und mal selbst kratzen würde. „Was…ist hier los?“, seine Stimme hörte sich leise und zerbrechlich an und es schien niemand wahrzunehmen, dass er hier war. Es schien überhaupt so zu sein, als ob niemand da wäre.
Nach wenigen Minuten herum liegen mit geschlossenen Augen und an nichts Denken außer daran, dass die Decke ebenfalls weiß war, wie die Wände an den Seiten und nur der Boden ein azurblauer Weg war. Er stellte einen Fuß nachdem anderen vor sich und wankte Meter für Meter voran, nur um zu erfahren, dass der Gang unendlich erschien. Seine Haare fielen in sein Gesicht und er taumelte wieder. Er hielt sich an der Wand fest und rutschte runter, fasste sich aber wieder und lief weiter.
Er lief immer weiter und weiter, doch das Ende schien nicht zu kommen, er konnte nicht mehr denken und auf seine Erschöpfung erschien ihm der Boden plötzlich sehr weich und nachgebend.
„Was…ist hier los?“, wiederholte er seine Frage und sah zu Boden, welcher sich immer mehr verflüssigte und in plötzlich verschlang. Er sank in eine rot schwarze Tiefe und man schnitt ihm die Luft ab. Er strampelte und versuchte die Oberfläche zu erfühlen, doch diese schien verschwunden zu sein und nur das beschwerende Gefühl, welches ihn nach unten zog, blieb….
Schwitzend schoss Ilya in die Sitzposition und rang nach Luft. Er lag auf seinem Bett auf dem mehr als eine Flasche starkem Alkohol lag und eine Spritze mit einer leeren Ampulle. Sein Herz raste und übersprang manchmal einige Takte. Der immer wiederkehrende und unregelmäßige Herzton wurde immer lauter und engte ihn in seinem psychischen Feld ein. Ängstlich zog er die Beine an sich und umarmte diese krankhaft, mit zugekniffenen Augen wünschte er sich, dass dieses Gefühl ihn verlassen sollte…