Gedichte
Keine Beichte

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"Für meinen geliebten Vati"
Veröffentlicht am 09. Juni 2017, 6 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Einst brach ich auf, eine Welt zu erobern! Heut sitz ich in einem Käfig voller Narren! So kam ich zum Entschluss, "Will Hofnarr sein!" Und daran arbeite ich nun, in Berlin, das durch seine einmalige Nähe von Ost und West vielleicht schon einen Gedanken voraus ist. Mag sein, dass dieser Gedanke auch Nord und Süd einander etwas näher bringen kann.
Für meinen geliebten Vati

Keine Beichte

Ich bin und bleib dein Sohn!

Mein geliebter Vati ist nun für immer von uns gegangen.

Dieses hier, war seine Grabrede,

denn so hat er gelebt!

Und so wird er in mir bleiben!


Adieu, Vati! Adieu!


b.w.

Keine Beichte!


Ja, ich bin Atheist! Ist es Bequemlichkeit, ist es größere Müh, alles, was ich tu, was ich sag, mir selbst zu rechtfertigen, mich nicht hinter einem Höheren zu verstecken?

Will nicht hoffen, auf Vergebung, nichts einer Fügung zuschieben.

Nein, ich muss es verantworten! In mir selbst die Lösung meiner Probleme, und derer der Menschheit finden.

Ich brauche keinen Gott, wie der erwachsene Sohn seinen Vater nicht braucht!

Doch ehrt der seinen Vater, dessen Ebenbild er ist, dessen Geist er in sich trägt, so wie dieser stolz ist, auf seinen Sohn, der nun alles selbst vollbringt, und ihn – dazu - nicht braucht!

Und sollte ich irren, in meinem Atheismus, so wird Euer Gott dies vergeben, mich freudig aufnehmen. Weil ich daran mitgetan, was er Euch aufgetragen.

Als Mensch menschlich zu sein!




Ja, er wird es tun, ohne zu fragen, freudig wie ein Vater seinen erwachsenen Sohn empfängt!

Was von uns bleiben kann, - so oder so –

Menschen!

Die in sich bewahren und ehren, den Menschen, der menschlich war! PeKa

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Hörbuch

Über den Autor

pekaberlin
Einst brach ich auf, eine Welt zu erobern! Heut sitz ich in einem Käfig voller Narren! So kam ich zum Entschluss, "Will Hofnarr sein!" Und daran arbeite ich nun, in Berlin, das durch seine einmalige Nähe von Ost und West vielleicht schon einen Gedanken voraus ist. Mag sein, dass dieser Gedanke auch Nord und Süd einander etwas näher bringen kann.

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DoktorSeltsam Tja, Brüderchen, das bricht einem das Herz. Mein eigener Vater ist fast 96 und meine Mutter 88. Ein Abschied ist nicht wirklich vorstellbar, aber niemals zu vermeiden. Meine Gedanken sind bei Dir!

Liebe Grüße
TePer
Vor langer Zeit - Antworten
Nereus Nicht alles muss öffentlich sein Nun ja die Zeiten ändern sich...
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Was meinst du? Was muss nicht?
Welche Zeiten hast du denn erlebt, die ich nicht auch kennen würde?
Vor langer Zeit - Antworten
HarryAltona Als Mensch menschlich zu sein und zu bleiben, ist wahrlich schon eine Meisterleistung. Ob mit oder ohne Gott. Eigenverantwortung steht jedem gut. R. I. P.!
lg... harryaltona
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Danke Harry,
ja, du hast den Sinn verstanden. Was manchem offenbar schwer fällt, der gern Toleranz fordert, aber nicht versteht, dass Toleranz, Kritik nicht ausschließt.
Liebe Grüße
Peter
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Lieber Peter, berührend Dein Worte und so voller Wahrheit. Kann ich nur voll bejahen - sich nicht hinter einem höh´rem Wesen verstecken, das sollte Mensch sein ausmachen.
Zur Zeit hat man ja da Gefühl, dass überall in den Medien, auch im TV wieder verstärkt Werbung für die Kirche gemacht wird. Ist vielleicht gut für jene, die nicht an sich selber glauben können, ich finde es einfach nur aufdringlich.
Um einen solchen Vater bist Du wirklich zu beneiden, wie Fleur schon schrieb - ich habe meinen nur zwei Mal im Leben gesehen.

Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Danke Bärbel,
dass du es verstehst, wusste ich.
Liebe Grüße
Peter
Vor langer Zeit - Antworten
Nereus Sollten wir nicht jedem seinen Glauben oder Unglauben lassen, ist es nicht gerade diese Intoleranz, die wir bei anderen so verurteilen
Sokrates:" In jedem Menschen ist eine Sonne, man muss sie nur zum Leuchten bringen."
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Glaube sollte nie polarisieren, denn das ist es ja, was Intoleranz verursacht. Ich finde alles, was mit großer Lautstärke daherkommt sowieso deplaziert. Ist aber nur meine Meinung und jeder soll glauben, was er mag.
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Liest du nur, oder verstehst du auch, was du liest?
Genau darum geht es!
Intoleranz? Man redet über Juden, Christen, Moslems und ihr Verhältnis untereinander. Was ist mit den Atheisten? Deswegen,"Was von uns bleiben kann, so oder so"
Und wenn du mir schon mit Sokrates kommst, wie wäre es mit Heine? " ... Wenigstens sind sie keine Heuchler,die immer die Religion und das Christentum im Munde führen. ... Dieses grundlegende Dogma ist das gleiche, das einst das Evangelium gepredigt hat, dergestalt,dass dem Geist und der Wahrheit nach die Kommunisten sehr viel christlicher sind als unsere sogenannten germanischen Patrioten ..."
Aber, es geht hier um EINEN Menschen, der eben SO gelebt hat.
Deshalb finde ich deinen Kommentar deplatziert.
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