Fantasy & Horror
Die wandelbare Tür Kapitel 3

0
"Die wandelbare Tür Kapitel 3"
Veröffentlicht am 29. Januar 2016, 20 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: umnola - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Geschrieben und gelesen habe ich schon immer gerne. Doch irgendwann hat es " Klick" gemacht und ich fand mich in noch ziemlich unbeholfenen Gedichten wieder. Ich habe einfach drauflos geschrieben, sehr oft auch aus therapeutischen Gründen und dann wieder "nur" aus dem Bauch und dem Herzen. Ich freue mich immer sehr wenn ich mit meinen Texten anderen Freude bereiten kann. Das ist für mich das wichtigste. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, so ...
Die wandelbare Tür Kapitel 3

Die wandelbare Tür Kapitel 3

- sowie sie und Heinrich oft im Buchenhain auf einem Moosteppich gesessen hatten. Als er ihr Lieder vorsang und dazu auf einer Laute spielte. Wie sehr sie Ihn jetzt vermisste. Wusste er denn nicht, dass sie lieb hatte? Ganz in Gedanken versunken ging sie weiter, die Halle schien kein ende zu nehmen! Auf einmal stand das Mädchen vor einem goldenen Tisch- herrlich anzusehen. Mit geschwungenen Beinen und einer marmornen Platte. Mitten auf dem Tisch saß eine Figur aus Jade im Schneidersitz, sie sah aus wie ein kleiner Buddah. Miranda schaute die

Figur staunend an, als dieser Buddah plötzlich zu sprechen begann! Er sprach mit dieser hellen Stimme- ohne sich zu bewegen- nicht einmal die Lippen! Komm ein wenig näher mein Kind, damit ich dich anschauen kann. Hab keine Furcht! Miranda ging ganz nah an den Tisch heran und sagte: Wer bist Du? Bist Du der liebe Gott und ist das hier der Himmel? Die Figur lachte leise und sagte: Nein, der liebe Gott bin ich nicht und Du bist nicht im Himmel! Denn du lebst doch,

das musst du doch spüren! Aber es ist alles so seltsam und geheimnisvoll antwortete Miranda, bitte sag mir Deinen Namen. Ich bin Amafa und das hier ist Deine Seele. Wir sind in Deiner Seele mein Kind! Jeder der ein reines Herz hat, kann in seine Seele gehen und dort seine Zukunft sehen! Ich bin der Wächter Deiner Seele, wie Adrian der Wächter der Tür ist! Adrian- der Engel wollte mich töten, sagte das Mädchen; ich hatte solche Angst! Amafa kicherte vor sich hin- ja der gute Adrian ist manchmal ein wenig

übereifrig. Er nimmt Seine Aufgabe sehr ernst, man hat Ihn aus dem Himmel verbannt weil er niemanden durch die Pforte lassen wollte. Er war einmal ein Wächter des Himmels! Nun ist er hier bei mir und ist ein wenig ärgerlich. Er meint ich ließe zu viele Menschen die Türe finden und in ihre Seele schauen. Aber zu Dir mein Kind, sicher hast Du viele Fragen an mich. Stelle sie! Miranda musste überlegen- es war so furchtbar viel was sie wissen wollte, sie fand keinen Anfang. Amafa schaute sie lange an und sagte: Miranda sieh einmal hinter Dich, siehst Du die Treppe dort? Gehe sie hinauf und

bleibe auf jedem Podest stehen. Und stelle eine Frage- nur eine! Sie wird dir beantwortet werden! Das Mädchen ging auf die Treppe zu, sie war so hoch und die Stufen schmal und geschwungen. Eine Wendeltreppe ohne Geländer, nach zehn stufen kam immer ein Podest. Sie schaute sich nach Amafa um, er deutete auf die Treppe und sagte: Gehe hinauf, die erste stufe ist immer die schwerste! Wenn Du sie überwunden hast, wird dich die Furcht verlassen! Und höre nicht auf die stimmen! Sie wollen Dich nur verwirren- wollen nicht daß du höher steigst!

Miranda setzte ihren Fuß auf die erste Stufe und erschrak- denn die Stufe schrie wie ein hungriges Katzenbaby und weinte und greinte: Du tust mir weh! Geh zurück! Sonst vergehe ich wie eine Flamme im Wind! Miranda spürte Mitleid und nahm ihren Fuß von der Stufe, sofort hörte das Schreien auf! Amafa rief ihr zu: Versuche es noch einmal Miranda, halte Deine Ohren zu und schließe auch die Augen! Ich kann Dich nicht begleiten- in Deine Zukunft musst Du allein gehen! Lasse dich nicht beirren!

Das Mädchen setzte wieder ihren Fuß auf die erste Stufe. Mit zugehaltenen Ohren- doch offenen Augen! Sie sah auf die stufe und fing an zu schreien. Die Stufe war voller Schlangen, die sie anzischten und sich aufrichteten um sie zu beißen! Es war ein einziges glitschiges Gewimmel auf dieser Stufe- auf so einer engen Stufe! Miranda wich zurück und rief: Ich kann dort nicht hinauf gehen, wenn das meine Seele sein soll- so muss sie doch schlecht und verdorben sein! Sie bekam keine Antwort mehr. Amafa

hatte sie verlassen, sie musste es allein tun! Nun war Miranda ganz auf sich gestellt und wieder verließ sie der Mut! Allein, dieses Wort- wie hoffnungslos es klang! Allein! Sie sah auf die Stufe, die Schlangen waren fort. Es war nur eine enge Stufe, sie setzte ihren Fuß darauf und zog ihn hastig zurück. Aus der Stufe ragte ein Kopf hervor grauslich anzusehen, mit gedrehten Hörnern an den Stellen wo eigentlich die Ohren sein sollten. Mit roten Augen und einem breiten Maul in dem sich eine gespaltene Zunge schlängelte. Geifer lief

diesem Wesen aus dem Maul als es sagte: Du, wirst niemals die Treppe bis ganz nach oben steigen- Du Menschenwurm! Und das Wesen lachte dröhnend und böse, schaute das Mädchen lauernd an- es erwartete eine Antwort! Miranda spürte Zorn in sich und die Angst fiel von ihr ab. Sie schrie: Geh fort aus meiner Seele! Nie habe ich hässliches gedacht und nie habe ich etwas schlimmes getan! Geh fort und lass mich durch! Das Wesen schrak zurück- es zog seinen Kopf in die Stufe, nichts blieb von ihm! Miranda konnte endlich die schwerste Stufe in ihre

Zukunft betreten! Sie ging bis zur zehnten hinauf zum Podest, dort blieb sie stehen und hörte wieder diese wunderbare Melodie. Und die Stimme von Emma, die sagte: Mein geliebtes Kind, Du hast die erste Hürde überwunden. Durch Deinen Mut und Glauben- gehe weiter der Weg ist noch lang und nicht immer einfach- Glaube! Mutter, rief Miranda bleib bei mir bitte- geh mit mir durch meine Seele in meine Zukunft! Aber Emmas stimme war verklungen doch war das Mädchen nicht mehr allein. Burschi ihr Lieblingshund kam auf sie zugelaufen und sprang an ihr hoch um ihr das Gesicht zu lecken.

Miranda konnte es nicht fassen, denn Burschi war schon über ein Jahr tot! Eduard ihr Vater hatte den kleinen Hund zu Tode geprügelt und nur weil er ein Huhn gejagt hatte! Aber der Hund war hier bei ihr, sie war nicht mehr gar so allein. Burschi zog an ihrem kleid- so als wolle er sagen: Komm wir müssen weiter zum zweiten Podest! Miranda verstand ihn und ging die nächsten Stufen hinauf. Sie konnte kein Ziel entdecken, diese merkwürdige Treppe schien direkt in den Himmel zu führen! Die Stufen waren uneben, manche knarrten und manche drohten zu brechen-

es war als lebten sie. Die neunte Stufe tat etwas seltsames, sie sang ein Lied daß Mirandas Mutter immer gesungen hatte. Es hieß: Lass mich ein in dein Herz- so kann ich in Deine Seele blicken! Das Mädchen hörte gebannt zu, aber Burschi wurde ungeduldig- er bellte. So stieg sie auf das Podest und wartete auf weitere Wunder! Die ließen nicht lange auf sich warten, doch war es kein schönes Erlebnis welches Miranda erwartete! Es war grausam und sie hatte furchtbare Angst! Hinter ihr stand- ihr Vater mit einer Peitsche in der Hand, die er drohend über dem Kopf des Mädchens

schwingen ließ! Eduard schwang diese Peitsche drohend über Mirandas Kopf, eine Peitsche die steif von getrocknetem Blut all derer war- die sie so oft zu spüren bekamen! Miranda vergrub ihren Kopf im Schoß und drückte den kleinen Hund fest an sich. Sie erwartete die scharfen Schmerzen und dicke Tränen liefen ihr über das Gesicht. Doch die Schläge blieben aus! Warum nur? Ihr Vater sagte böse und mit Hohn in der Stimme: Was hast Du hier zu suchen, noch dazu mit diesem Drecksköter?

Warte nur, deine Schläge bekommst du noch unnützes Mädchen. Du kannst nicht meine Tochter sein, Du bist ein wertloses Wesen-ein Wechselbalg! Ich werde Dich töten wie ich auch Deine Mutter getötet habe! Ja, ich habe sie vergiftet. Ganz langsam- jeden Tag ein wenig mehr. Ich wollte sie leiden sehen und auch dich will ich leiden sehen! Das erschütterte Miranda so sehr, dass sie ihre Angst vergaß und nur Wut spürte auf diesen schlechten Menschen. Sie erhob sich und sagte: Du bist hier in meiner Seele. Wer hat dich eingelassen? Wie hast du die wandelbare Tür finden können?

Du dummes Kind, weißt du nicht daß jeder dem Taler zugetan ist? Die Gier dieses Engels machte ich mir zu Nutze und er ließ mich ein! Miranda schrie: Ich werde das Amafa sagen, er ist mächtig und weise! Bei diesem Namen wich Eduard bleich und zitternd zurück und es geschah etwas merkwürdiges! Er löste sich vor den Augen des Mädchens einfach auf, alles was von Ihm blieb war - seine Peitsche! Miranda brach weinend zusammen. Burschi leckte ihr wieder das Gesicht und drängte

sich an sie. Doch er ließ ihr keine Ruhe zum Zweifeln, sie mussten weiter- weiter die stufen hinauf zum nächsten Podest. Erschöpft stiegen sie höher, auf der dritten Stufe konnten sie sich kaum halten. So sehr schwankte sie- bewegte sich wie die Wellen des Meeres! Und es gab ja kein Geländer, sie drohten in die tiefe zu stürzen! Miranda hätte nicht noch einmal die Kraft gehabt um ganz von vorn die Treppe zu besteigen. Sie übersprang die dritte Stufe mit dem Hund auf dem Arm! Nun ging alles gut, wohlbehalten standen beide auf dem Podest. Dort

geschah- nichts für eine lange Zeit. Eine ewige Zeit wie es Miranda schien, bis sie Meeresrauschen hörte- welches sie so liebte! Durch das Rauschen hindurch konnte das Mädchen eine ihr vertraute Stimme hören, die sagte: Meine Liebe- Du bist meine Liebe Miranda, gib nicht auf Du bist bald am ziel und wir werden endlich Eins! Es war die stimme Heinrichs und plötzlich wurde es Miranda klar, daß auch sie diesen Jungen liebte und es nicht nur eine wundervolle Freundschaft war. Sondern eine wahre und große Liebe. Er war ihr Schicksal und ihre Zukunft!

Ja, hörte sie aus weiter Ferne- Du hast Dein Herz ganz weit geöffnet und erkannt! Du glaubst! Es war Amafas stimme aus den Weiten ihrer eigenen Seele! Miranda spürte ein unglaubliches Glücksgefühl und Hoffnung auf eine wunderschöne Zukunft! Doch hatte sie nicht mit dem Zorn des Engels Adrian gerechnet! Amafa hatte Ihm wohl sein Schwert genommen, aber nicht seinen Bogen mit dem Köcher voller giftiger Pfeile, den er versteckt hatte. Doch nichts blieb Amafa verborgen, Er wusste! Nur musste Miranda noch einige schwere

Prüfungen bestehen, bis sie in ihre Zukunft gehen konnte! Das wusste auch Miranda- doch war die furcht von ihr gewichen, sie fühlte sich sehr stark- sie liebte und wurde geliebt!

0

Hörbuch

Über den Autor

Miranda
Geschrieben und gelesen habe ich schon immer gerne. Doch irgendwann hat es " Klick" gemacht und ich fand mich in noch ziemlich unbeholfenen Gedichten wieder. Ich habe einfach drauflos geschrieben, sehr oft auch aus therapeutischen Gründen und dann wieder "nur" aus dem Bauch und dem Herzen.
Ich freue mich immer sehr wenn ich mit meinen Texten anderen Freude bereiten kann.
Das ist für mich das wichtigste.
Ich bin zufrieden mit meinem Leben, so im Großen und Ganzen. Gehe gerne mit unserer Dackeldame Paula spazieren, lerne gerne Menschen kennen und kann bis zum Umfallen über Gott und die Welt reden.
So, jetzt habe ich Euch genug genervt...lernt mich einfach kennen! Ich freue mich auf Euch!

Leser-Statistik
8

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
Oconoger Eine Treppe voller gefahren, ein Engel mit giftigen Pfeilen und einer der alles weis. Das klingt nach einer interessanten Fortsetzung.
Ich kann deinen Schreibstil nicht genug Loben. ^^

Grüße,
dein Oco
Vor langer Zeit - Antworten
Miranda Hallo Oco,
freut mich sehr dass es dir gefällt!
Herzlichen Dank für dein Lob, nun mache ich mich auf und lese mal etwas von dir.
Liebe Grüße
sigrid
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
2
0
Senden

140427
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung