Tief im Wald stand ein altes zerfallenes Holzhaus. Es war mehr eine Holzhütte, als ein Holzhaus.
In dieser Hütte lebte eine Katze und eine Maus. Die Katze hieß Miau und die Maus Pieps.
Zu fressen hatten Beide immer genug. Die Maus fraß Würmer und Waldfrüchte. Die Katze fraß herunter gefallene Eier und trank Wasser.
Aber auch Fliegen und Würmer fraß sie.
Sie lebten friedlich und ohne Hass zusammen.
Die Waldtiere verstanden dir Beiden zwar nicht, aber was ging es sie an.
Katzen fangen und fressen Mäuse. Das
ist doch nicht normal, wenn Katzen und Mäuse vereint zusammen leben.
Der Fuchs Dieter kam eines Tage zu den Beiden und klopfte an die Tür.
Die Katze öffnete.
Der Fuchs Dieter sagte:" Ist die Maus da ?"
" Ja ", sagte die Katze.
Die Katze holte die Maus.
Der Fuchs Dieter sagte:" Hör mal, ich habe gehört, das dich die Katze fressen will."
Die Maus sagte:" So, ein Quatsch. Die Katze ist doch meine beste Freundin."
" Na gut, wenn du nicht hören willst ------------------", antwortete der Fuchs Dieter mürrisch.
Der Fuchs Dieter war listig und hatte schon etwas anderes ausgeheckt.
Er wollte der Maus beweisen, dass die Katze sie fressen wollte.
Er fing sich die Katze Karla, die genauso aussah, wie Miau.
Er nahm sie mit zu sich nach Hause und erklärte ihr, was er vor hatte und wie sich zu verhalten hatte.
Der große Tag für den Fuchs Dieter war gekommen. Er besorgte sich einen Sack und ging zur Hütte, der Beiden. Dort stellte er sich hinter die Türe und klopfte an, dabei versteckte er sich so, das die Katze ihn nicht sehen konnte. Als die Katze nun die Türe auf machte um zu gucken, wer da ist, warf der listige Fuchs
Dieter den Sack über sie. Sie wehrte sich zwar, aber der Fuchs Dieter war stärker. Er schleppte sie tief in den Wald und fesselte sie an einen dicken Baum.
Nach einer halben Stunde kam die falsche Katze zurück. Der Maus fiel nichts auf an ihr. Sie war wie besprochen sehr nett zu der Maus. Sie tat der Maus nichts.
Dann mit einem Mal fiel der Maus auf, das der Katze immer wenn sie die Maus anguckte, das Wasser im Munde zusammen lief und aus den Mundwinkeln tropfte.
In einem unbeobachteten Augenblick, lief die Maus Pieps aus der Hütte.
Sie lief in den Wald und versteckte sich
in einem Erdloch.
Die Katze Karla war beleidigt, weil ihr nun das Mittagessen weggelaufen war.
Ihr knurrte der Magen und sie lief zum Fuchs Dieter. Gerade als sie sich noch beim Fuchs Dieter beschweren wollte, fing dieser direkt an zu schimpfen und schickte sie in den Wald.
Als es dunkel geworden war, lief die Maus los und suchte ihre Freundin Miau im Wald.
Sie fand sie aber nicht und da sie sehr müde war, legte sie sich unter einem Baum schlafen.
Sie träumte von ihrer Freundin der Katze Miau und weinte laut im Schlaf.
Davon wurde der Igel Baltharsar wach
und kam aus seiner Wohnung gelaufen.
Er fragte:" Pieps, was ist denn los mit dir ? Warum weinst du denn so laut ?"
Pieps rappelte sich auf und sagte:" Der Fuchs Dieter hat meine Freundin die Katze Miau entfuhrt. Ich hoffe nicht, dass er ihr etwas getan habe.
Ich will sie morgen weiter suchen. Da war da auch noch eine andere Katze die sich für Miau ausgegeben hatte. Der bin ich einfach weggelaufen."
Der Igel Baltharsar sagte:" Liebe Pieps. jetzt komm erst einmal mit in meine Wohnung und schlafe dich aus. Morgen früh werde ich mit dir deine Freundin Miau suchen gehen."
Pieps ging mit ihm in seine Wohnung
und legte sich schlafen.
Am nächsten Morgen weckte der Igel Baltharsar die Maus Pieps und die Beiden machten sich auf die Suche nach Miau.
Als erstes gingen sie zum Igel Norbert. Er kam sofort mit.
Der Igel Norbert ging in jedes Erdloch und murmelte vor sich hin:
" Der Fuchs Dieter und die Katze Karla sollen mir nur vor meine Stacheln kommen, denen zeige ich es, meine Freunde zu entführen."
Die Maus Pieps ging auch in jedes Erdloch. Aber sie fanden die Katze Miau nicht.
Es vergingen viele Stunden und die Maus
Pieps sagte ganz traurig:" Ich glaube wir finden meine Freundin nicht mehr."
Die Beiden nahmen sie in die Mitte und sagten:" Na, na, wer wird denn so schnell aufgeben. Wir suchen weiter, bis wir sie gefunden haben."
Also suchte sie weiter.
Nach wieder einigen Stunden fanden sie die Katze Miau. Sie war an einem Baum gefesselt und weinte leise vor sich hin.
Als sie die Freunde sah, sagte sie:" Daran hätte ich nie geglaubt, das ihr mich alle suchen würdet. Vielen dank ihr Lieben."
Jetzt wusch sie sich die Tränen aus den Augen und lachte vor Freude wieder.
Sie umarmte die drei Freunde erst einmal
ganz herzlich.
Dann sagte Miau:" Wir werden heute Abend meine Befreiung feiern und ihr seid alle dazu eingeladen."
Jetzt ging es aber erst einmal schnell wieder nach Hause.
Am Abend kamen der Igel und der Maulwurf und es wurde bis Tief in die Nacht hinein gefeiert.
Es ist doch ein schönes Gefühl, in der Not echte Freunde zu haben.
Copyright ©Text von Jenny Jatzlau