Wo bleibst Du denn nur?
Unter dem Kirschbaum, der Schatten mir spendet,
sitze ich, weil die Sonne mich blendet.
Ob wir uns treffen, hier bei dem Baum
Das hast du mich gefragt.
Es war Wirklichkeit kein Traum.
Ich sah in Deine Augen, und habe gleich ja gesagt.
Ich schaue auf meine Uhr.
Warum kommst Du denn nicht.
Treffen wolltest Du Dich mit mir,
Warum bist Du denn noch immer nicht hier?
Wann kommst Du endlich, wo bleibst Du solange?
Es hatte mit uns doch alles so wunderschön angefangen.
Nun ists mir ums Herz schon ganz angst und sehr bange.
Mehr als eine Stunde ist nun schon vergangen.
Ich schaue schon wieder auf die Uhr,
warum kommst Du denn nicht, wo bleibst Du denn nur?
In den Zweigen des Baumes lässt eine Amsel sich nieder.
Schon bald jubelt sie ihre schönsten Lieder.
Ihr Gesang, fast tröstet er mich.
Doch ich kann nicht denken, als nur noch an Dich.
Dabei fing dieser Tag So verheißungsvoll an.
Und nun verlässt die Sonne auch schon bald ihre Bahn.
Ich schaue schon wieder auf die Uhr,
Warum kommst Du denn nicht, wo bleibst Du denn nur?
Du sagtest, wir treffen uns beim Apfelbaum
Und ich warte schon Stunden beim Kirschenbaum
Das fällt mir plötzlich ganz siedend heiß ein,
Wie konnte ich nur verwechseln dies.
Ich fühle mich ganz elend, ich fühle mich ganz klein.
Ganz schlecht geht es mir jetzt, ganz mies.
Und ich schaue und schaue auf meine Uhr,
Wo denn waren meine Gedanken nur?
Vielleicht bist Du noch da und wartest auf mich.
Ich hatte mich doch so sehr gefreut auf Dich
Wie ein Stein ist mein Herz, es ist ganz schwer.
Ich fange ganz schnell an zu laufen,
Will nur Dich noch sehen, Du fehlst mir so sehr.
Kann fast nicht mehr schnaufen.
auf meine Uhr schaue ich nun
Bist noch da, was wirst Du tun?
Atemlos stehe ich jetzt endlich vor Dir.
Mein Herz bleibt fast stehen, so bange ist mir.
Meine Füße sie tragen mich fast nicht mehr.
Deine Augen suchen meinen Blick
Deine Arme halten mich, Dein Kuss schmeckt nach mehr.
Ich fühle jetzt nur noch ein Wahnsinns Glück.
Doch dann schaust Du auf Deine Uhr,
Warum kommst du erst jetzt, wo warst du denn nur?
(c) Christa Philipp