Moonriver...,eine aufregende Liebe
ein paar Worte zwischen Ehepartnern...
"...musst du nicht arbeiten heute?",frug´Anna ihren Mann,der sich im Halbschlaf neben ihr
im Bett noch einmal umdrehte.
"Was soll das,...lass mich in Ruhe schlafen",antwortete er ihr barsch.
Seit zwanzig Jahren waren die beiden jetzt schon verheiratet und der Glanz und die Aufregung
der ersten Jahre waren vergangen und verblüht.Die Liebe war schon lange erloschen.
Sie lebten nebeneinander her wie zwei Geschwister.Alles war zur Routine geworden.----
Traurig.
Wäre sie nicht so mit ihrer Arbeit verbunden gewesen,wer weiss,was passiert wäre.
Sie war im sozialen Bereich tätig und liebte die Arbeit mit Menschen unterschiedlichster
Coleur und unterschiedlichster Charaktere.
Als Sozialarbeiterin war sie allseits sehr beliebt wegen ihrer ruhigen und besonnenen Art,
liebenswert und stets freundlich zu ihren Mitmenschen.
Sie liebte ihre Arbeit abgöttisch.
Vielleicht auch dewegen,weil sie ausbrechen konnte aus ihrer Routine
zu Hause.
Anna wurde in Lubin,einem kleineren Städtchen in Niederschlesien,etwa 70 km nordwestlich
von Breslau als letztes von drei Kindern geboren.
Sie war schon als kleines Mädchen sehr hübsch gewesen...,schwarzes langes Haar und strahlend-braune Augen mit einem leichten grünschimmer,die neugierig und voller Zuversicht in die Welt schauten.
Ihr Gesicht überzog immer ein
Lächeln,das ihren guten Charakter unterstrich.
Ihr Mund gab die Fröhlichkeit ihres Wesens wieder,welches sie noch schöner machte.
Nach ihrem Abitur in Polen,das sie mit bravour bestanden hatte,zog es sie hinaus,weil die Aussicht auf eine gute Stellung als Sozialarbeiterin in Polen nicht so rosig waren.
Also entschloss sie sich,in das Land zu gehen,das diese Berufsgruppe wohl ihrer Meinung nach nötiger hatte,nämlich nach Deutschland.
Einen Dickkopf hatte sie immer schon
gehabt und wenn sie sich etwas vornahm,setzte sie ihren
Willen durch,auch gegen den Rat ihrer Eltern...
Darin war sie eigen!
Den hatte sie auch ignoriert,als sie einen Mann in ihrer Stadt kennen lernte,den sie dann auch
heiratete.-Kurzum,trotzig,wie sie war,entschlossen sich die beiden,nach Deutschland zu gehen.
Ob die Heirat mit ihrem Zukünftigen gut war,würde sich zeigen...
Sie hatten schon in Polen beschlossen,ins Ruhrgebiet nach
Duisburg zu gehen,weil dort eine
ihrer Schwestern wohnte.
Das Abitur wurde in Deutschland aber nicht anerkannt und so machte sie es eben noch einmal und auch dieses Mal bestand sie es glänzend....
Warum auch nicht,denn sie besaß viel
Intelligenz und,...was als Sozialarbeiterin besonders wichtig war,......sie besaß "Emotionale Intelligenz" und somit konnte sie sich in die meisten Menschen hineinversetzen.
Ideale Voraussetzungen für Anna´s
Arbeit als Sozialarbeiterin.
"...steh auf jetzt,es ist schon 7 Uhr und ich muss zur Arbeit".---"Geh
doch",reagierte er missgelaunt.
"Dann bleib doch liegen".Was sie dabei dachte,soll hier nicht erwähnt werden.
Also fuhr sie los,meistens mit ihrem Fahrrad,eines mit diesen Rundlenkern.
Ein Damenfahrrad,bei dem man immer meinte,dass das Rücklicht fehlte.
So sagte es ihr einmal ein Betreuter,auf den wir noch zu sprechen kommen werden,
denn er spielt in dieser Geschichte eine Schlüsselrolle.
Wenn Anna so auf ihrem Rad saß,sah sie aus wie eine unnahbare Prinzessin,mit schwarzem Haar
und einer Schönheit,die einem den Atem verschlug.Dabei wollte sie nicht als Sexobjekt angesehen werden,
sondern als vollwertige Frau,die Beachtung,Akzeptanz und auch Liebe
brauchte,die gerne mit einem Menschen reden wollte,nicht nur über Probleme,sondern auch über ihre
Gefühle,Wünsche,Träume oder einfach mal nur über Gott und die Welt.
Ja,das wollte sie!
Ihr Mann hörte,wenn sie etwas bedrückte,nur halbherzig zu und das schmerzte sie.
Die Bekloppten haben gewonnen,aber noch nicht ganz.
Wie kann ein Mann nur so blöd sein und
solch eine Frau wie Anna ignorieren.
Er hatte den Sprung vom Perm zum
Trias wohl nicht geschafft....
Hätte Anna nur auf ihre Mutter gehört!
Im Grunde ihres Herzens war Anna eine recht sensible Frau,die es aber nicht zeigen wollte,
wie verletzbar sie war und um zu ihr vorzudringen,musste man schon ihr Vertrauen gewonnen haben.
Das bedeutete Ehrlichkeit und Offenheit ihr gegenüber.
Da sie eine Grundehrliche und Bodenständige Frau war,lag es ihr am
Herzen,dass ihr Gegenüber
diese Eigenschaften auch besaß.
...erste Annäherung...
Da gab es einen,der von ihr betreut wurde....der hörte ihr zu und ging auf sie ein,versuchte auch,ihre
Probleme zu verstehen,...mit ihm Verstand sie sich ausgezeichnet.Er unterbrach sie nicht dauernd
mit Phrasen und unwichtigen Dingen,denn die hörte Anna den ganzen Tag schon von den anderen Klienten.
Wenn er zu ihr kam,unterhielten die beiden sich über all die Dinge,die beide interessierten,
wie z.b.,was der andere am Wochenende gemacht hatte oder wie es ihm ging oder er frug sie,wie es bei ihr zu Hause lief,worauf Anna nicht gerne antwortete,was verständlich war.
Und,was ganz wichtig war,...sie fragten sich jeden Montag,wenn die beiden sich
trafen,...wie sie sich fühlten!
Bei jedem Treffen lachten sie viel und konnten sich auch in die Augen schauen,weil sie absolut ehrlich miteinander umgingen.
Und sie Vertauten sich gegenseitig!
Und da Anna diese emotionale Intelligenz besaß,wusste sie auch,was er dachte und wie er tickte.
Die beiden verstanden sich,ohne ein Wort zu sagen.
Auch er hatte sie,weil er Anna sehr moche,"studiert".Obwohl sie nicht jedem Menschen soviel von sich preisgab,wusste er doch eine ganze Menge über sie,ihren Charakter und
ein bisschen auch,wie sie fühlte und dachte.
Auch sie mochte ihn wohl allen Anschein nach.So sah es zumindest aus.
Aber beide wussten nur zu gut.---
Es kann nicht sein,was nicht sein darf.
Ihm erzählte sie sehr viel über sich und das mit Freude,was man ihr auch anmerkte.
Überhaupt konnten sich die beiden alles sagen und keine hatte Angst,der andere könnte es ausnutzen,eben...,weil sie sich ganz Vertrauten.
Das war schön!
...erste zaghafte Versuche...
Als sie sich kennen lernten,lief es anfangs überhaupt nicht gut.
Sie stritten viel und mussten sich erst zusammenraufen,bevor es das gute Verhältnis wurde,dass es
jetzt war.In jeder "guten Ehe" kommt soetwas vor,auch bei den beiden.Thomas
hatte sich in
Anna verliebt und den ganzen Tag lang dachte er an sie,was sie jetzt wohl machte,wie es ihr
ging und ob sie jetzt in diesem Augenblick auch einen Gedanken an ihn verschwenden würde,
aber bei so viel Arbeit,die sie hatte,würde wohl keine Zeit bleiben.
Doch,manchmal dachte sie auch an ihn,aber dazu kommen wir später.
Es würde sich eine Beziehung entwickeln,die so aufregend wie schön ist.
Eine Beziehung,wie sie interessanter und spannender nicht sein könnte.
Ja,die beiden!