Prolog
Nach dem dritten Weltkrieg, einem scheusslichen Atomkrieg, der unsere Spezies fast ausgelöscht hatte erschufen unsere Gründerväter ein System der Gleichheit und des Friedens. Dieses System verbietet die Individualität der Menschen, um die Gleichheit und die Gerechtigkeit zu gewehrleisten. Das System beruht auf Vertrauen und Ordnung. Jegliche Störung dieser Ordnung wird mit dem Tode bestraft, denn nur so können wir als vereinte Nation überleben. Verordnet wurde, dass jedem Jugendlichen mit sechzehn Jahren ein Lebenspartner, eine Tätigkeit und ein
Wohnort zugewiesen werden. Der Jugendliche wird ausserdem einem der vier Stämme zugewiesen:
Die Huracas - die Kämpfer, sie beschützen uns gegen Gefahren von innen und von aussen. Sie sind trotz des Friedens eine Notwendigkeit, denn ausserhalb von Awaca leben mutierte Menschen, scheussliche Kreaturen ohne Gesetzte und Zivilisation, die jeden Moment angreifen könnten.
Die Spanacas- die Gebildeten, sie sind unsere Wissenschaftler und Ärzte. Ihnen hatte wir unter anderem unsere fortschrittliche Technologie zu verdanken.
Die Lanacas- die Arbeiter und
Landwirte, sie pflanzen Getreide an, stellen Möbel her und übernehmen alle handwerklichen Arbeiten, die anfallen. Sie stellen den grössten Teil der Bevölkerung dar.
Die Karnacas- unsere Herrscher, sie herrschen über ganz Awaca und sorgen für Recht und Ordnung. Sie sind der kleinste stamm, es werden nur alle fünf Jahre ein Präsident mit seiner zukünftigen Frau und sechs Berauter, drei Weibliche und drei Männliche, ausgewählt. Der Präsident wird fünf Jahre lang ausgebildet und wird danach mit einundzwanzig Jahren der Herrscher von Awaca. Nach beenden seiner Amtszeit, fünf Jahre später bildet er den
zukünftigen Präsidenten aus, schliesslich geht er mit einunddreissig Jahren in den Ruhestand.
Diese Dinge sollen in einem traditionellen Ritual bekannt gegeben werden, der Zukunftszeremonie. Er findet jedes Jahr am Jahrestag der Erschaffung unseres Systems statt. Alle Bürger im Alter von sechzehn Jahren müssen daran teilnehmen.