Kurzgeschichte
Zeit des Erwachsenwerdens

0
"Zeit des Erwachsenwerdens"
Veröffentlicht am 10. April 2007, 22 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de
Zeit des Erwachsenwerdens

Zeit des Erwachsenwerdens

Beschreibung

Auch diese Story entspringt meiner Fanatsie von vor 3 Jahren... Damals spürte ich, wie ich so langsam meine Kinderschuhe abstreifte und Erwachsen wurde. Ich habe sie "in der Zukunft" geschrieben; sie spielt im Jahre 2006. Aber dies ist nun auch schon wieder Vergangenheit... viel Spaß beim Lesen!

Der Sommer begann. Es wurde wärmer, überall wurde es grün, überall sah man strahlende Gesichter und verliebte Paare.
Es war der Sommer des Jahres 2006. Jessy Gries, 15 Jahre alt, saß in ihrer Klasse und schaute zwei Kohlmeisen zu, die draußen auf der Fensterbank um einen Brotkrümel zankten. Wie niedlich! Ein wenig Wehmütig dachte sie an die Zeit zurück, in der sich ihre große Schwester und sie genau so um ein Buch gezankt haben. Und am Ende saßen sie doch angekuschelt auf dem Sofa und sahen sich gemeinsam die Bilder an. So wie die beiden Kohlmeisen jetzt gemeinsam an dem Brotkrumen knabberten.
„Jessy!“ Erschrocken zuckte sie bei diesem scharfen Ton von Herrn Sprenger zusammen. „Würdest du mir bitte meine Frage beantworten oder dich zumindest am Unterricht beteiligen? Danke!“ Ein wenig beschämt senkte Jessy den Blick. Wie peinlich! In der letzten Zeit passierte es öfter, das ihr Erdkundelehrer sie dabei erwischte, wie sie unaufmerksam war. Und heute schon wieder. Zum Glück klingelte es in dem Augenblick und eilig raffte sie ihre Sachen zusammen um möglichst schnell verschwinden zu können. Aber gerade als sie den Raum verlassen wollte wurde sie aufgehalten. „Jessy, du bleibst bitte noch kurz hier!“ Seufzend drehte sie sich um. „Na toll. Dabei wollte ich jetzt meine Pause haben...“ dachte sie und verwünschte Herrn Sprengel im Stillen. „Mädchen, was ist denn in der letzten Zeit los mit dir?“, begann die Strafpredigt. „Ich kann es nicht länger tolerieren das du ständig mit den Gedanken woanders bist, nur noch selten deine Hausaufgaben machst und auch so gar nicht mehr dabei bist! Du warst doch vor einiger Zeit noch mit soviel Begeisterung in meinem Unterricht! Was ist denn nur los?!“ Verlegen zuckte Jessy die Schultern. Dann holte sie Luft und suchte nach Worten für eine Antwort. „Na ja... also... in den letzten Wochen war mir der ganze Schulstress ein bisschen viel... wir haben ziemlich viele Arbeiten geschrieben... und ... na ja... es war eben alles etwas stressig...!“ „Hm. Na dann hoffe ich sehr das du nach den Ferien wieder die Alte bist! Du kannst jetzt gehen!“ Damit wandte er sich seiner Tasche zu. Hastig verschwand sie auf den Flur. Puh! War ja nicht so schlimm gekommen wie sie erwartet hatte!
Auf dem Pausenhof herrschte bereits helle Aufregung. Die jüngeren tobten wild herum, die Älteren standen in Gruppen zusammen, um den kleinen Kiosk hatte sich eine Masse von Schülern gesammelt. Jessy machte sich auf die Suche nach bekannten Gesichtern. Schließlich fand sie ein paar Mädchen aus ihrer Parallelklasse und gesellte sich zu ihnen. Sie lächelten sie freundlich an und zogen sie in eine eifrige Diskussion über den Freund von Jasmin. Jasmin war eine der größten Zicken der ganzen Schule. In ihren Augen waren alle hässlich und unmodern. Sie hingegen schleppte den ganzen Tag eine übergroße Einkaufstasche mit sich, in der ihre Schulsachen jedoch nur gequetscht wurden. Immer wieder ging sie einkaufen, und dann war selbst das teuerste nicht gut genug. Ihre Hellblond gefärbten Haare passten überhaupt nicht zu ihrem übertriebenem Make Up, und gerade jetzt im Sommer zeigte sie mehr Haut als in dieser Schule eigentlich geduldet wurde. Neben Minirock und tiefem Ausschnitt noch die Lederstiefel und sie schien sich vollkommen zu fühlen. Eine kleine Schar Mädchen wuselten ständig um sie herum und taten alles, was sie von ihnen verlangte. Sie war das große Vorbild für einige Dumme.
„Oh mann, guckt sie euch nur an! Wie die Tom fertigmacht! Das ist doch nicht normal!“ schimpfte Lisa. „Tsss... schon erstaunlich wie lange der es mit ihr ausgehalten hat!“ murmelte Jessy und kramte ihr Pausenbrot aus ihrem Rzcksack. Sie kam aus einer Familie mit nicht ganz so viel Geld, und Jessy fühlte sich trotz aller Verachtung, die sie für Jasmin empfand, häßlich und klein wenn sie neben ihr stand. In manchen Momenten ertappte sie sich dabei, auch soviel Geld wie sie zu haben um sich teure Klamotten kaufen zu können. Das wollte sie schon immer mal. Aber ihre Elern hatten bei weitem nicht soviel Glück wie die von Jasmin. Jessy hatte noch drei Geschwister, eine große Schwester und zwei kleine Brüder.
Da war es ja klar, das alles geteilt werden musste. Auch das Taschengeld. Mit der Zeit hatten sich alle daran gewöhnt und es gab auch kaum noch Streit, aber im Endefekt blieb am Ende nicht gerade viel für den Einzelnen übrig.

Aber mögen tat SIE sie nicht. Sie war einfach ekelhaft, in ihrem gesamten Auftreten.
„Wisst ihr,“ mischte sich jetzt Nadine ein, „es gibt zwei Möglichkeiten: Zuwenig oder Zuviel, Und bei ihr ist es eindeutig zuviel.“
Es klingelte und die Mädchen schlenderten wieder ins Gebäude. Jessy hatte jetzt noch 3 Stunden vor sich, in diesem Moment unerbitterlich viel. Sie wollte nach hause, sich aufs Bett schnemißen, Musik aufdrehen und die Seele baumeln lassen. So wie sie es ind er letzten Zeit so oft getan hat. Wenn sie schon nicht mit einem Typen im Arm dort liegen konnte wollte sie es wenigstens in einem Traum tun können. Sicher, in einer Großfamilie war es nicht leicht ausreichend Ruhe zu finden, aber seitdem sie ein schönes Plätzchen in dem nahgelegnem Wald kannte packte sie, wenn es zu laut wurde, einfach ihren Walkman ein und legte sich dort hin. Das war mindestens genau so schön, wenn nicht sogar noch schöner.
Die Tage zogen ins Land und nichts besonderes geschah. Jessy wurde nur noch selten ermahnt, weitesgehend riss sie sich jetzt im Unterricht zusammen. Aber in ihrem inneren floh sie in jeder Sekunde in ihren Traum. Nur merkte es keiner, nicht mal ihre Eltern. Zwar schimpften sie oft mit ihr weil sie sich zurückziehen würde, aber das machte ihr wenig aus. Hauptsache, sie war für sich. Alles andere war ihr egal. Und obwohl sie alleine sein wollte, fast alle Menschen aus ihrem Umfeld ausschloß, und all das ganz bewusst tat, fühlte sie sich einsam und verlassen. Sie wusste, das sie nach etwas suchte, nach einem Menschen, dem sie grenzenlos vertrauen könnte, nach einem Menschen, der ihr grenzenlose Liebe schenken würde. Und sie war sich sicher, das sie diesen Menschen nicht finden würde. Und wenn doch, dann würde es noch lange, lange dauern. Zu unwahrscheinlich war, das sie innerhalb der nächsten Zeit jemanden kennenlernen würde, der so war, wie sie es sich erträumt hatte.
Das alles anderes kommen würde, konnte sie ja noch nicht wissen.

Als Jessy am nächsten Tag das Schulgebäude betrat, fiel ihr ein Mädchen auf, das mit ihren Freundinnen herumstand. Sie hatte sie noch nie gesehen und glaubte dass sie ein neue sein musste. Lächelnd gesellte sie sich zu ihnen. Mit Umarmungen wurde sie begrüßt und dann dem Mädchen vorgestellt. Sie hieß Nina, 15 Jahre alt und sollte von nun an zu ihrer Klasse gehören. Jessy stellte sich vor und unterhielt sich dann mit Nadine. Die ersten Unterrichtsstunden verliefen wie immer. Dann geschah etwas merkwürdiges, in der ersten großen Pause. Jessy redete mit Nina, die ganz lustig drauflosplauderte. Scheu schien sie nicht zu sein. Sie erzählte ihr von einer Jugendgruppe, die sich jeden Mittwoch in der alten Scheune neben dem Haus von Frau Maier. Sie würden Singen, Lachen und miteinander Plaudern. Frau Maier kümmerte sich wohl immer um das leibliche Wohl der Teenies. Nina fragte Jessy, ob sie heute nicht mal mitkommen wolle. Jessy war ein bisschen verwirrt. Hier war ein Mädchen, das heute den ersten Tag an dieser Schule erlebte und die lud sie gleich zu einem Treffen ein! Aber dennoch sagte sie zu, man konte es ja mal ausprobieren. „Klasse, soll ich dich dann abholen? Ich sag dir, das wird lustig!“ Jessy staunte über das Selbstbewusstsein, das Nina ausstrahlte. Wäre sie hier das erste mal, hätte sie sich wohl in einer Ecke verkrochen und mal geguckt ob irgendwer Interesse an ihr zeigte.
Aber Nina knüpfte sofort Kontakte!
Als Jessy sich dann um sieben begann, fertig zu machen, fragte ihre Mutter erstaunt was sie noch vorhatte. So erzählte Jessy von der Neuen und der Jugendgruppe. Sie lächelte. „Geh nur mein Schatz, ich finde es gut das du mal wieder ein bisschen mehr unter die Leute gehst!“
Mit diesen Worten deutete sie auf die Haustür, an der es in diesem Moment klopfte.
Nebeneinander radelten die Mächen den breiten radweg entlang in Richtung Scheune. Schon als sie ihre Räder draussen anschlossen, konnte man Gelächter und einige Bässe von einer E-Gitarre hören. Jessy war aufgeregt.
Als sie dicht neben Nina das Tor zur Seite schob blieb sie überraschte stehen. Anstatt eines dunkeln, muffigen Raumes fand sie hier einen gemütlichen, mit Strohballen ausgelegten Raum, beleuchtet von buntern Lichterketten und Glüchbirnen. In einer Ecke sah man verschiedene Instrumente, hell beleuchtet. Einige Jungendliche saßen herum, unterhielten sich. Jessy konnte in dem ungewohnten Licht noch nicht viele Gesichter ausmachen, aber diese Menschen schienen in Odnung zu sein. Nina stellte sie einigen vor, schließlich auch einem etwa 20 jährigen. Er hieß Tim und war der Leiter dieser Gruppe. Mit einem warmen Lächeln begrüßte er sie und bat sie dann, nachdem der Raum schnell voller wurde, sich zu setzten. Nina suchte mit ihr einen Platz aus, der zu den Stammplätzen gehörte. Denn dort tummelten sie die meisten. Nina und Jessy nahmen Platz und kurz darauf begann der Abend. Tim stand vorne, erzählte, und bat dann Jessy nach vorne zu kommen. „Tja Leute, wie ihr seht können wir heute ein neues Gesicht begrüßen! Das hier ist Jessy, sie guckt sich unseren Haufen heute einmal an! Also, seid nett zu ihr!“ Schnell huscht Jessy wieder neben Nina. Dann wurden Blätter verteilt und eine Gruppe von Jungs stand auf und stellte sich an die Instrumente. Mit fetziger Musik und kräftigen Stimmen wurden einige Lieder gesungen, deren Texte Jessy wegen der Schnelligkeit nicht vertstand- Lieber ließ sie ihren Blick über die Band schweifen. Plötzlich traf sich ihr Blick mit dem des jungen Gitarristen. Leuchtende, braune Augen. Ihr wurde plötzlich heiß, ihr Herz begann wie wild zu klopfen. Er lächelte sie an, mit einem Lächeln das ihr das Blut ins Gesicht schießen ließ. Scheu erwiderte sie den Blick. Dann vertiefte sie sich so gut es ging wieder in das Blatt das sie in ihrer Hand hielt.
Als sich die jungen Leute in kleinen Grüppchen bei Chips und Salzstangen zum Plaudern zusammensetzten, stand Jessy auf und machte sich auf die Suche nach Nina. Sie war vor einiger Zeit gegangen und bisher nicht wieder aufgetaucht. Als sie sich durch das Tor nach drausen zwängte. Blieb sie plötzlich abrupt stehen. Da stand der Gitarrist! Und er hatte sie gesehen... ging auf sie zu!
Wieder läcgelte er mit diesem Blick, sah sie mit seinen leuchtenden Augen direkt an. „Hi... ich bin Mark!“ stellte er sich vor. Scheu reichte Jessy ihm die Hand. „Jessy!“ erwideret sie lächelnd. „Weis ich doch schon! Wie hat es dir denn gefallen?“ Aus dieser belanglosen Frage entwickelte sich schließlich eine angeregte Unterhaltung. Mark lud Jessy auf eine Cola ein und so saßen sie auf einem der Strohballen und redeten. Mark war Jessy sehr sympathisch. Er hatte eine Art, die sie in seinen Bann zog. Als es schon sehr spät war, tauchte Nina auf. „Hi Jessy, da bist du ja! Und ich such dich schon überall! Ach, hallo Mark! Sag mal Jess, wollen wir nicht langsam mal los?“Jessy sah erschrocken auf ihre Uhr. „Ach du Schande! Ich hab ja voll die Zeit vergessen!“ Mark sah sie an. „Ist doch nicht so schlimm! Wir können ja mal telefonieren! Oder? Gibst du mir deine Nummer? Ich würde dich gerne mal anrufen!“ Jessy zögerte kurz. Noch nie hatte ein Junge sie um ihre Nummer gebeten. Aber dann holte sie kurz entschlossen ihr Handy hervor und gab sie ihm. „Klasse. Ich ruf dann an ja?“ Stahlend sah Jessy ihn an. Er war ihr wirklich sehr symptisch!
Als sie vor ihrem Haus ankamen, verabschiedete sie Nina und schlich dann auf Zehenspitzen ins Haus. Es schienen schon alle zu schlafen. Leise schlüpfte sie in ihrem Zimmer in die Jogginghose und das T- Shirt und kroch in ihr Bett. Ihr Handy ließ sie angeschaltet neben sich liegen, man wusste ja nie! Während sie an Mark dachte, schlummerte sie langsam ein. Es war ein schöner Abend gewesen! Einen solchen hatte sie schon länger nicht gehabt!
Aber am nächsten Morgen zeigten sich die Schattenseiten eines solchen Erlebnisses: Ihre Eltern mussten sie mit nassen Waschlappen aus dem Bett scheuchen, schoben sie im Halbschlaf ins Bad und machten ihr sogar ihr Brot fertig. Mit Mühe quälte sich Jessy durch den Tag, und sah mit Erstaunen wie munter Nina heute wieder wirkte.
Am Nachmittag legte sie sich sofort wieder hin und schlief bis ihr Handy klingelte. Als sie sich meldete erkannte sie sofort Marks Stimme. Und so war sie auf einen Schlag putzmunter. Sie telefonierten lange, un am Ende versprach er, am nächsten Tag noch einmal anzurufen.
Am Abend erlebte Jessy eine weitere Überraschung: Sie lag in ihrem Bett und träumte vor sich hin, da piepste ihr Handy. Erstaunt rief sie die sms ab. „Schlaf gut liebe Jess, träum was süßes! Ich werd dich morgen anrufen, vermisse dich! Dein Mark.“ Lächelnd sank sie in ihre Kissen zurück. Wie süß! In dieser Nacht träumte Jessy tatsächlich einen wunderschönen Traum
Am nächsten Nachmittag, und auch die darauf rief Mark jeden Tag an. Ihnen gingen fast nie die Gesprächsthemen aus, jeder hatte immer etwas zu erzählen. So vergingen die Tage bis zum nächsten Mittwoch schnell. Jessy machte sich fertig, zog ihr neues Oberteil an, schlüpfte in eine schwarze Jeans, bürstete ihr Haar noch einmal durch bis es glänzte. Dann schwang sie sich auf ihr Rad und düste los. Sie freute sich darauf, Mark wieder zu sehen! Am Fahrradständer hörte sie schon einige Akkorde der Gitarre und lief auf die Scheune zu. Und tatsächlich, Mark war da! Sie war sehr früh dran, außer ihm konnte sie noch keinen sehen. Als er sie sah, sprang er freudig auf und lief aug sie zu. Diesmal begrüßte er sie mit einer Umarmung. Dann fragte er unvermittelt: „Soll ich dir zeigen wie man Gitarre spielt?“ Zögernd nickte sie. Aber dann kletterte sie doch mit auf das kleine Podest. Erst als Tim neben sie trat und anfangen wollte hörten sie auf. Mark bat Jessy, neben ihm zu sitzen. Den Gefallen erfüllte sie ihm gerne. Als er mit der Band die Lieder begleitete strahlte er sie immer wieder mit leuchtendem Blick an, den Jessy jedesmal erwiderte. Auch an diesem Abend unterhielten sie sich lange. Als sie sich dann wohl oder übel verabschieden mussten, fragte er zögernd ob sie sich im Lauf der Woche mal treffen könnten, da solle so ein neuer Film angelaufen sein, den er sich gerne ansehen würde. Jessy stimmte begeistert zu. Sie hatte auch schon überlegt, mit wem sie sich diesen Film ansehen wollte. Sie verabredeten sich für Freitag. Die genaue Zeit wollten sie dann noch am Telefon ausmachen. Auch an diesem Abend erhielt Jessy eine sms, und so schlief sie mit einem Lächeln auf den Lippen ein.
Am Donnerstagabend rief Mark natürlich an. Sie plauderten und machten die Zeit fürs Kino aus. Jessy freute sich. Schon lange war sie nicht mehr mit einem Jungen ausgegangen!
Der nächste Schultag war anstrengend für Jessy. Sie konnte sich einfach nicht konzentrieren und war froh, als es läutete. Strahlend warf sie zuhause ihre Sachen in die Ecke und stürzte sich aufs Mittagessen. Danach machte sie noch alle Hausaufgaben und begann dann, sich umzuziehen. Rotes Top, darüber eine dünne, blaue Jacke und schwarze Jeans. Dann noch die Haare und fertig. In der Bahn spielte sie nervös mit der Schnur ihrer Schultertasche. Jetzt war sie aufgeregt! Aber das legte sich schon bald, denn als sie auf das Kino zuging sah sie Mark dort stehen. Er sah unglaublich gut aus. Mit einer Umarmung begrüßten sie sich, kauften die Karten und setzten sich. Der Film gefiel Jessy richtig gut, schon allein weil Mark in den etwas romantischeren Szenen den Arm um sie legte. Es war ein schönes Gefühl ihn da zu spüren! Zögernd tastete sie im Dunkel nach seiner anderen Hand. Zärtlich streichelte er mit dem Daumen über ihren Handrücken.
Viel zu schnell war der Film zu Ende, darum beschlossen sie noch eine Cola trinken zu gehen. In dem kleinen Restaurant saßen sie sich gegenüber und quatschten. Jessy wurde wieder so von seinem Blick angezogen, das es ihr nicht gelang wegzusehen. Er ergriff ihre Hand, und lächelte sie an. Sie erwiederte diesen Blick scheu.
Als sie sich dann auf den Weg zu Jessys Bahn machten, war sie irgendwie traurig das der Abend schon vorbei war. „Das müssen wir wiederholen, findest du nicht?“ fragte er. „Natürlich! Es war echt schön, danke!“ so standen sie sich dicht gegenüber, wieder dieser Blick der braunen Augen. Und dann kam er ihr näher, ihr Herz schlug bis zum Hals. Als sich ihre Lippen berührten, hatte Jessy das Gefühl in einer warmen Wolke zu versinken.
Als sie sich voneinander lösten strahlten Marks Augen noch heller, so kam es Jessy jedenfalls vor. Und auch die ganze Umgebung schien plötzlich heller und freundlicher zu sein. „Wir treffen uns doch bald wieder oder? Wie wärs mit Sonntag?“ fragte er schließlich leise. „Gerne! Wollen wir dann im Park ein wenig Spazierengehen?“ erwiderte sie. „Ja, das ist eine gute Idee! Bis dahin telefonieren wir doch noch oder?“ Jessy nickte. Etwas unschlüssig standen sie sich dann gegenüber, sahen sich verlegen in die Augen. „Also... tja... schade das du schon gehen musst. Es war wirklich schön...“ und dann versanken sie wieder in einen Kuss. Nur schwer trennten sie sich voneinander.
Wie auf einer Wolke schwebte Jessy nach Hause. Das durfte alles nicht wahr sein! Ein erster Kuss, und dann auch noch von einem so lieben Kerl. Glücklich schlief sie an diesem Abend ein. Und als sie in einen Traum fiel, dachte sie noch: „Ich glaube, jetzt werde ich wirklich erwachsen.“
http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_1191-0.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/beschreibung_1191-1.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12244.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12245.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12246.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12247.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12248.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12249.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12250.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12251.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12252.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12253.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12254.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12255.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12256.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12257.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12258.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12259.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12260.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12261.png
http://www.mscdn.de/ms/karten/v_12262.png
0

Hörbuch

Über den Autor

Joana789

Leser-Statistik
207

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
MarianneK Zeit des Erwachsenwerdens - Die Zeit der ersten Liebe, eine ganz bezaubernde Geschichte.
Gruß Marianne
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
1
0
Senden

1191
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung