Vorsichig öffnete ich die Haustür und spähte durch den Spalt hinaus. Nichts und niemand zu sehen. Besonders nicht die Katze der Läufer's - Diese Katze verkörperte den Teufel!
Ich schnappte mir schnell den Blumentopf mit den Pfingstrosen, die ich vorsichtshalber drinnen umgetopft hatte.
Es brauchte etwas Anstrengung, um den riesigen Topf vor die Haustür zu zerren, doch als sie dort standen, war ich stolz.
Am nächsten Tag wurde ich unsanft von dem Klingeln an der Haustür geweckt. Widerwillig stand ich auf und ging zur Türe, an der jemand Sturm klingelte. Und wehe, es war nichts
Wichtiges!
"Ah, guten Morgen, Frau Kurt! Habe ich Sie geweckt? Das wollte ich nicht." Vor der Tür stand mein Nachbar von schräg gegenüber.
Ich winkte ab. "Kein Problem. Machen Sie sich darum keinen Kopf, Herr Läufer. Was gibt's denn?"
"Ich muss sagen, das tut mir so leid, Frau Kurt! Sie glauben gar nicht, wie sehr!"
"Was ist denn nun?"
"Minzi hat offenbar Gefallen an ihren... Rosen dort gefunden." Er deutet in Richtung meines Blumentopfes.
Obwohl mir mein Kopf sagt, ich solle nicht gucken, sagt eine leise Stimme
dennoch, ich solle es tun, um zu wissen, wie der Zustand war. Und auch wenn die zweite Stimme leiser war: Sie gewann.
Ich trat hinaus zu Herr Läufer und starrte ungläubig die Pfingstrosen, die, als ich sie eingetopft hatte, wunderschön gewesen war.
Dieser war jedoch nicht mehr so schön. Genau genommen gar nicht mehr.
Diese Katze hatte eiskalt jede einzelne Blüte abgekaut und an einer knabberte sie immer noch, während sie ein paar Meter hinter Herr Läufer auf dem Boden lag.
Ich biss mir auf die Lippe.
"Frau Kurt, es tut mir so leid, wegen
Minzi!"
Böse funkelte ich ihn an. Niemand sollte sich an meinen Pfingstrosen vergreifen! Nicht einmal der Teufel, als eine Katze namens Diablo getarnt.